Sachsen NPD-Hoch entsetzt CDU und SPD

Die rechte NPD liegt in einer Forsa-Umfrage vor der SPD, und die sieht das Problem in der schlechten Vermarktung der eigenen Politik: Die Erfolge der Großen Koalition müssten besser vermittelt werden.


Berlin- "Wenn CDU und SPD es zusammen nicht mehr über die 50 Prozent schaffen, kann man von einer Krise der großen Parteien sprechen", sagte unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach dem "Tagesspiegel". Aufgabe der CDU sei es nun, "alle Protestwähler zurück ins Boot zu holen". In einer neuen Forsa-Umfrage erreicht die SPD acht Prozent, die NPD kommt auf neun Prozent.

Aus Sicht des SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz ist die NPD die Gewinnerin der sächsischen Regierungskrise. Der Generalsekretär der sächsischen SPD, Dirk Panter, bedauerte, dass es der SPD wie der CDU nicht gelungen sei, die Erfolge der großen Koalition in Sachsen zu vermitteln. Die SPD müsse viel offensiver als bisher auftreten.

Sachsens SPD-Landeschef Thomas Jurk sagte: "Falls die Zahlen so stimmen, ist das erschütternd." Man müsse jetzt alles dafür tun, um aus dem Tal herauszukommen, sagte Jurk der "Leipziger Volkszeitung". Deshalb sollten die SPD-Erfolge in den Regierungen in Berlin und Dresden noch deutlicher gemacht werden. Die sächsische Regierungskoalition mit der CDU sieht der Wirtschaftsminister trotz aller Querelen in den letzten Monaten nicht gefährdet. Das Negativ- Image nach Affären und Skandalen gefährde aber den wirtschaftlichen Aufschwung in Sachsen.

esp/ddp/dpa



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