Markneukirchen Rechte Musikveranstaltung in Sachsen aufgelöst

In Sachsen hat ein Konzert mit rechtsextremem Hintergrund die Polizei auf den Plan gerufen. Neben Verstößen gegen Sicherheitsauflagen wurden verfassungswidrige Kennzeichen gemeldet.


Die Behörden haben mit Hilfe der Polizei am Freitagabend eine illegale rechtsextremistische Musikveranstaltung im sächsischen Markneukirchen aufgelöst. Dabei wurden mehrere Platzverweise erteilt, weil die 45 Gäste nur zögerlich der Aufforderung zum Gehen folgten, wie die zuständige Polizeidirektion Zwickau am Samstag mitteilte. Danach gab es zwei Strafanzeigen, weil ein Mann Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf der Kleidung trug und Beamte mehrfach beleidigte.

Vertreter des Landratsamts hatten zuvor erhebliche Brandschutz- und bauliche Mängel an der Lokalität festgestellt. Die Polizei hatte den Ort der als privat getarnten Veranstaltung erst Freitagabend ausfindig machen können. Insgesamt waren 45 Beamte im Einsatz, auch von der Chemnitzer Bereitschaftspolizei.

Beim Rechtsrock-Festival im thüringischen Themar hatte die Polizei am Vorwochenende zwei Bandauftritte vorzeitig abgebrochen, weil die Gruppen unter anderem indizierte Titel gespielt hatten.

mkl/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.