Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg So haben NPD, Tierschutzpartei und "Die Partei" abgeschnitten

Die CDU hat in Sachsen gewonnen, die SPD in Brandenburg. Aber wie haben die Parteien bei den Landtagswahlen abgeschnitten, die es nicht ins Parlament geschafft haben? Die Ergebnisse im Überblick.

Frauke Petry, Vorsitzende der Blauen Partei: Platz zwölf bei der Landtagswahl in Sachsen
Robert Michael/ DPA

Frauke Petry, Vorsitzende der Blauen Partei: Platz zwölf bei der Landtagswahl in Sachsen


Weder in Brandenburg noch in Sachsen hat es die FDP bei den Landtagswahlen geschafft, ins Parlament einzuziehen. Sie scheiterte in beiden Fällen an der Fünf-Prozent-Hürde. In Sachsen holten die Liberalen 4,5 Prozent, in Brandenburg waren es 4,1. Und die anderen Parteien, die ebenfalls den Sprung in den Landtag verpasst haben?

In Sachsen ziehen die Freien Wähler anders als in Brandenburg nicht in den Landtag ein. Sie kommen nur auf 3,4 Prozent. Damit haben sie ihren Anteil an Zweitstimmen im Vergleich zur Landtagswahl vor fünf Jahren allerdings immerhin mehr als verdoppelt. Dahinter kommen nur noch zwei weitere Parteien auf mehr als 1 Prozent: Die Satirepartei "Die Partei" holte 1,6 Prozent, 1,5 Prozent der Wähler stimmten für die Tierschutzpartei.

NPD stürzt in Sachsen ab

Die NPD, die den Einzug in den Landtag vor fünf Jahren mit 4,9 Prozent noch denkbar knapp verpasst hatte, ist abgestürzt und kommt diesmal nur noch auf 0,6 Prozent. Dahinter folgen die Partei für Gesundheitsforschung (0,5 Prozent), die blaue Partei der Ex-AfD-Politikerin Frauke Petry (0,4), die Piratenpartei (0,3), die Ökologisch-Demokratische Partei (0,3), die Partei der Humanisten (0,2), Aufbruch deutscher Patrioten (ADPM, 0,2), die Partei der Vernunft (PDV, 0,1), die Kommunistische Partei Deutschlands (KDP, 0,1) und die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo, 0,1).

Im brandenburgischen Parlament wird künftig eine Fraktion mehr als in Sachsen sitzen. Das liegt am Erfolg der Freien Wähler, die als sechste Partei in den Landtag einziehen. Insgesamt sind in Brandenburg nur elf Parteien zur Wahl angetreten. Neben der FDP schafften es also vier weitere nicht in den Landtag. Die Tierschutzpartei holte 2,6 Prozent der Zweitstimmen. Unter 1 Prozent blieben die Piraten (0,7), die ÖDP (0,6) und die V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (0,2).

aev



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