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Linken-Vize Wagenknecht in der "Gala": Sahra macht auf Frida

Foto: Jacques & Natasha Gelman Collection/ AP

Sahra Wagenknecht als Kahlo Frida sei mit ihr

Linken-Vizechefin Sahra Wagenknecht hat sich für die "Gala" aufwendig fotografieren lassen. In mehreren Bildern posiert sie als Malerin Frida Kahlo. Die sonst eher nüchterne Politikerin berichtete anschließend, die Aufnahmen hätten ihre emotionale Seite zu Tage befördert.

Hamburg - Sahra Wagenknecht gibt sich gern als nüchterne Sachpolitikerin, eine besondere Nähe zu Klatsch- oder Hochglanzblättern hat sie bislang nicht gezeigt. Doch jetzt hat sich die Vize-Chefin der Linken für die "Gala" als Frida Kahlo inszenieren lassen.

Wenige Tage vor der Bundestagswahl präsentiert die Zeitschrift die 44-Jährige in typischen Posen der mexikanischen Malerin. Das Magazin gab die Fotos bereits vorab an die Nachrichtenagenturen.

Auf den Bildern zeigt sie sich nicht nur in farbenprächtigem Gewand und mit Blumenkranz, sondern auch mit Kurzhaarfrisur - eine Anspielung auf Kahlos berühmtes "Selbstbildnis mit abgeschnittenem Haar".

Die Inszenierung Wagenknechts überrascht, die Wahl Kahlos ist aber stimmig. Die Künstlerin war zeitweise Mitglied der kommunistischen Partei Mexikos, hatte eine Affäre mit dem Stalin-Gegner Leo Trotzki und wurde wegen ihrer selbstbestimmten Lebensweise später zu einer Ikone der Frauenbewegung. Die Mexikanerin lebte von 1907 bis 1954. Sie wurde als junge Frau bei einem Unfall schwer verletzt und verarbeitete ihre lebenslangen Qualen oft in ihren Bildern.

Wagenknecht in der "Gala"

Wagenknecht in der "Gala"

Foto: Thomas Rusch für GALA / thomasrusch.com

Wagenknecht berichtete, sie habe bei dem Fotoshooting verschiedene Seiten an sich entdeckt. Privat sei auch sie "sehr emotional, jemand, der auch weinen kann".

Die Bundestagsabgeordnete tritt bei der Wahl am 22. September als Spitzenkandidatin der Linken in Nordrhein-Westfalen und wieder als Direktkandidatin im Wahlkreis Düsseldorf-Süd an.

Und zeitgleich posierte Wagenknecht auch noch für ein weiteres ungewöhnliches Foto bei "Zeit Online" . Dort zeigt sie sich ausnahmsweise mit offenen Haaren. "Im normalen Politalltag", berichtet sie, habe sie einfach keine Zeit, die "Haare aufwendig in Form zu föhnen". Aber privat trage sie die Haare "manchmal offen".

fab/dpa
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