Linke Sammlungsbewegung Wagenknecht verwirft "#fairLand" als Titel

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht lehnt den Namen #fairLand für ihr Projekt ab. "Die Sammlungsbewegung wird anders heißen", sagte sie dem SPIEGEL.
Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht

Foto: Christophe Gateau/ dpa

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, spricht sich gegen den Namen #fairLand für eine linke Sammlungsbewegung aus. In der vergangenen Woche hatte der SPIEGEL exklusiv über das Papier berichtet, das unter diesem Titel kursiert. Aus dem Umfeld der Bewegung hieß es da noch, es handele sich um einen von mehreren Texten, an denen gefeilt werde. Wagenknecht sagte dem SPIEGEL nun: "#fairLand war nur eine von vielen Ideen für einen Namen und nicht mein Favorit. Die Sammlungsbewegung wird anders heißen." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Bei dem Papier habe es sich um einen vorläufigen Entwurf gehandelt. Auch die viel kritisierten Positionen zu "Tradition und Identität" seien schon anders formuliert gewesen, als der alte Text durchgestochen wurde, sagte die Fraktionschefin. Die Sammlungsbewegung soll im September an den Start gehen - auch als digitales Netzwerk.

Wagenknecht und ihr Ehemann, der Ex-Parteivorsitzende Lafontaine, hatten nach der Bundestagswahl die Idee einer neuen linken Sammlungsbewegung vorangetrieben. Sie begründeten dies damit, dass die klassischen linken Parteien in Deutschland keine Mehrheit mehr hätten. Der Vorstoß sorgt innerhalb der Linken für heftige Kritik.

Als erster prominenter SPD-Politiker erklärte Rudolf Dreßler seine Unterstützung für die Sammlungsbewegung. "Eine andere, linke Politik in diesem Land ist allein mit meiner Partei nicht mehr möglich", sagte Dreßler dem SPIEGEL. Der Status quo reiche ihm nicht, deshalb schließe er sich Wagenknecht und Lafontaine an.