Mecklenburg-Vorpommern AfD-Like kostet Staatsanwalt Ministerposten

Eigentlich sollte Sascha Ott (CDU) Justizminister von Mecklenburg-Vorpommern werden. Nun hat der CDU-Landesverband den Kandidaten zurückgezogen - wegen eines AfD-Likes auf Facebook.
Stralsunder Staatsanwalt Sascha Ott (CDU)

Stralsunder Staatsanwalt Sascha Ott (CDU)

Foto: Stefan Sauer/dpa

Der Stralsunder Staatsanwalt Sascha Ott wird nicht Justizminister von Mecklenburg-Vorpommern. Er hat nach Medienberichten die Seite des AfD-Regional-Verbandes Nordwestmecklenburg auf Facebook gelikt und wurde deshalb vom CDU-Landesvorstand als Kandidat für das Ministeramt zurückgezogen.

Das bestätigte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Samstag am Rande des CDU-Landesparteitags in Wittenburg, bei dem über den Koalitionsvertrag mit der SPD abgestimmt werden soll. Glawe erklärte, die Rostockerin Katy Hoffmeister (CDU) solle nun neue Justizministerin werden.

Auf der Seite des Regional-Verbandes Nordwestmecklenburg der "Alternative für Deutschland" (AfD) wird gegen Flüchtlinge und Ausländer gehetzt. Neben der allgemeinen Zustimmung für die Seite soll Ott auch dezidiert islamkritische Aussagen gelikt haben. Inzwischen wurden die Einträge gelöscht.

Auf Twitter und Facebook wird derweil diskutiert, inwiefern ein Like echte Zustimmung bedeutet oder schlicht dazu dienen kann, die Geschehnisse auf einer Seite zu verfolgen.

jme/dpa
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