Schäuble-Memoiren "Ich bin nicht verbittert"

Im Herbst kommen seine mit Spannung erwarteten Memoiren auf den Markt. Rechnet er mit Altkanzler Kohl ab? Dazu sagte der ehemalige CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble, er wolle keine "schmutzige Wäsche" wegen seiner Querelen mit Kohl waschen.


Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble
AP

Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble

Hamburg - "Es geht mir im Wesentlichen darum, in meinem Buch noch einmal festzuhalten, was mich als Parteivorsitzender - vor allem in der schwierigen Zeit des Wechsels von der Regierung in die Opposition - bewegt hat", sagte Schäuble der Wochenzeitschrift "Bildwoche".

Zu seinem Rückzug von den Spitzenämtern im Zuge der CDU-Spendenaffäre meinte Schäuble: "Ich bin nicht verbittert. Es gibt in der Politik Gesetzmäßigkeiten, die kennt man - sonst sollte man lieber die Finger von der Politik lassen." Es sei "eine Erleichterung, nicht mehr so im Rampenlicht zu stehen".

Ziel der Union müsse es sein, bei der nächsten Bundestagswahl im Jahre 2002 "stärkste Partei zu werden". Dann werde sie auch einen Koalitionspartner finden. "Jahrelang wurde die FDP voreilig totgeredet. Ich habe davon nie etwas gehalten. Deshalb wäre ich auch jetzt vorsichtig, die Grünen für politisch tot zu erklären", meinte Schäuble.



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