Scharfe Munition bei Übung Hauptfeldwebel verletzt Gefreiten schwer

Die Soldaten trainierten den Häuserkampf, eigentlich nur mit Platzpatronen. Doch dann lud ein Hauptfeldwebel in Sachsen seine Waffe mit scharfer Munition - und verletzte einen Gefreiten massiv am Bein.

Görlitz - Bei Schießübungen der Bundeswehr auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen hat ein Hauptfeldwebel einen Gefreiten angeschossen. Der 25-Jährige wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und operiert, sein Zustand sei stabil und er sei ansprechbar, sagte ein Bundeswehrsprecher am Mittwoch in Leipzig.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag auf einem Übungsplatz bei Weißwasser in der Lausitz. Eine Gruppe Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 simulierte laut Polizei einen Häuserkampf mit Platzpatronen. Aus ungeklärter Ursache habe der 36 Jahre alte Hauptfeldwebel als einziger scharfe Munition verwendet und zwei Schüsse abgefeuert, sagte ein Polizeisprecher in Görlitz.

Der Hauptgefreite sei am Oberschenkel und am Reservemagazin getroffen worden. Dieses explodierte daraufhin und fügte ihm weitere Verletzungen zu, die aber nicht lebensgefährlich waren. Sanitäter versorgten den Mann noch auf der Schießbahn. Gegen den Hauptfeldwebel wird laut Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Soldaten sollten in Sachsen auf einen Auslandseinsatz vorbereitet werden.

jok/dapd
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