FDP-Chef Lindner zu Schulstreiks "Regeln sind Regeln"

Würden die Schüler nachmittags demonstrieren, würde er sich ihnen anschließen: FDP-Chef Lindner kritisierte erneut die Klimastreikdemos - und verteidigte seine Meinung, Klimaschutz sei etwas für Profis.

Christian Lindner würde Demos am Freitagsnachmittag unterstützen
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Christian Lindner würde Demos am Freitagsnachmittag unterstützen


Schüler sollen nur außerhalb der Unterrichtszeit für mehr Klimaschutz demonstrieren. Diese Forderung wiederholte FDP-Chef Christian Lindner auf dem Parteitag der nordrhein-westfälischen FDP in Duisburg. "Regeln sind Regeln." Auch Arbeitnehmer könnten nicht einfach während der Arbeitszeit demonstrieren gehen oder streiken.

In Deutschland und europaweit demonstrieren Schüler seit Wochen für Klimaschutz - meist am Freitag, während der Schulzeit. "Wenn Ihr am Freitagnachmittag demonstriert, dann komme ich auch zu Euch und demonstriere mit", sagte Lindner.

Es mache ihn "fassungslos, dass Schulschwänzen von manchen Politikern heiliggesprochen wird" - hier handele es sich schließlich um einen Regelbruch, hatte Lindner zuvor den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt.

Gegen feste Einsparziele

Zugleich verteidigte er seine umstrittene Bemerkung im Zusammenhang mit der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, Klimaschutz sei etwas für Profis. "Manche Mitbewerber wollten mir nur die Worte im Mund rumdrehen", sagte der FDP-Parteichef. Er habe damit nicht sich oder andere Politiker gemeint, sondern Ingenieure und Techniker. Es gehe ihm um die beste technische Umsetzung der Klimaziele von Paris.

Zugleich kritisierte Lindner die Vorgaben der Bundesregierung zur Einhaltung der Klimaziele. Was die Regierung betreibe, sei eine "Karikatur von Planwirtschaft". Grundsätzlich sei er gegen den Ansatz, feste Einsparziele für den Verkehr oder die Landwirtschaft vorzugeben. "Man kann doch gar nicht wissen, wo wann welcher technologische Quantensprung gelingt."

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hätten beim Auto einseitig eine Technologie festgelegt, nämlich die Elektromobilität, kritisierte Lindner. Technologische Alternativen wie synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren würden dagegen nicht berücksichtigt. Das sei eine "vorsätzliche Schädigung" der deutschen Wirtschaft.

Video: Weltweite Schülerdemos fürs Klima

REUTERS

brt/dpa/AFP

insgesamt 228 Beiträge
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andreas.s 06.04.2019
1. Kann man eigentlich
den Generationvertrag auch auf Ressourcen beziehen? Dann sollte die Jugend ernsthaft darüber nachdenken den selbigen zu kündigen.
RalfHenrichs 06.04.2019
2. Lindner lügt
Er hat damals gesagt: „Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis“. Selbst "technisch Sinnvolle" bezieht sich nicht auf Ingenieure - jedenfalls nicht zwingend. Die sind für das technisch machbare zuständig, ob es sinnvoll ist, beurteilen auch wiederum andere. Die anderen beiden Punkte beziehen sich aber absolut nicht auf Techniker und Ingenieure. Aber ich denke mal, Lindner hält Schüler eh für dumm, dass sie dies nicht nachlesen und recherchieren können (wenn sie den Satz nicht behalten haben sollten).
guru_meditation 06.04.2019
3. "Regeln sind Regeln"
Da sich der deutsche Bundestag nicht an die Pariser Klimaschutzabkommen hält und auch die FDP ganz vorne mit dabei ist, wenn es darum geht Klimaschutz hinten an zu stellen, haben die Schüler wohl alles Recht der Welt für ihre Belange auf die Straße zu gehen. Herr Lindner sollte mal zunächst bei sich selbst anfangen, wenn es um Regeln geht.
modemhamster 06.04.2019
4. Regeln sind Regeln...
Da war doch mal was...genau: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-bezahlt-millionen-schulden-nicht-und-kommt-damit-durch-a-1220026.html Viel unglaubwürdiger als Herr Lindner geht kaum noch.
LauschenIstTerror 06.04.2019
5. Er hat leider immer noch nicht verstanden,
dass auf diesen Demos gegen Leute wir ihn protestiert wird und niemand mit ihm zusammen demonstrieren will. Wer ist denn Schuld an der Klimakrise? Doch genau solche Lobby-Handpuppen wie er! Schaut nur hin liebe Schüler, wenn ihr euch immer schön an die Regeln haltet werden ihr auch mal so ein schönes Kasperlein.
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