Schulz-Effekt Nichtwähler verhelfen SPD zu Umfragehoch

Martin Schulz ist Kanzlerkandidat und die SPD erlebt ein Umfragehoch. Entscheidend für den Aufschwung sind auch ehemalige Nichtwähler.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

Foto: Steffi Loos/ Getty Images

Die SPD unter Kanzlerkandidat Martin Schulz aktiviert besonders viele Menschen, die bei der letzten Bundestagswahl zu Hause geblieben sind. Das ist nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen das zentrale Ergebnis einer neuen Umfrage von "Insa-Meinungstrend".

Demnach war jeder fünfte aktuelle SPD-Unterstützer bei den Bundestagswahlen 2013 Nichtwähler. Bei der Union ist der Anteil der Nichtwähler unter den Unterstützern kleiner - aktuell nur jeder zehnte Unionsanhänger blieb laut "Insa" 2013 den Urnen fern.

Für die SPD ist in den vergangenen Wochen der Anteil an ursprünglichen Nichtwählern deutlich gestiegen, nämlich um 70 Prozent. Für CDU/CSU würden hingegen derzeit rund 30 Prozent weniger ehemalige Nichtwähler stimmen als in den Wochen davor. Auch bei der AfD ist der Anteil der Nichtwähler von 2013, die aktuell für die rechtspopulistische Partei stimmen wollen, in den vergangenen zwei Wochen der Umfrage zufolge um etwa 40 Prozent gesunken.

Seitdem die SPD Martin Schulz als Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl ausgerufen hat, gehen die Werte steil nach oben. Zuletzt kletterten in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL und "Stern" die Sozialdemokraten erstmals seit Oktober 2012 wieder über die 30-Prozent-Marke auf nun 31 Prozent. Das sind fünf Punkte mehr als in der Vorwoche.

Der jüngste SPON-Wahltrend hatte ergeben, dass die Mehrheit der befragten Leser an einem anhaltenden Schulz-Effekt für die SPD zweifelt.

anr/flo
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