Schwarz-gelbe Kabinettshierarchie Köche und Kellner

Auf Augenhöhe wollte Schwarz-Gelb zusammenarbeiten. Doch davon ist nichts zu sehen. Im Gegenteil: Bei den Finanzen, in der Außenpolitik, in Wirtschaftsfragen - regelmäßig werden die FDP-Minister von ihrem Gegenpart auf Unionsseite düpiert. SPIEGEL-ONLINE zeigt die Duell-Minister.

Westerwelle und Merkel: Schön hintenanstellen
dpa

Westerwelle und Merkel: Schön hintenanstellen

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Berlin - Am heutigen Sonntag werden sie mal wieder Harmonie demonstrieren. Dann treffen sich die Chefs der drei Regierungsparteien, Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Guido Westerwelle (FDP), im Kanzleramt. Um sich mal auszusprechen. Um einen Neustart der Koalition zu vereinbaren. Und um endlich mal das anzugehen, was bisher so gründlich schief gegangen ist: das Regieren. Im Gleichschritt natürlich.

Doch im Kabinett kann von Gleichschritt mitnichten die Rede sein. Wenn überhaupt jemand schreitet, dann sind es bisher die Unionsminister.

Das umstrittene Wachstumsbeschleunigungsgesetz haben die Freidemokraten noch durchbekommen, das war es dann aber auch schon mit ihrer Handschrift. Regelmäßig werden die wichtigsten liberalen Ressortchefs von ihren Konterparts auf Unionsseite düpiert - oder sie müssen verdutzt zusehen, wie ihre Grundsätze zerrieben werden. Frust statt Freude - das dürfte die vorherrschende Laune sein.

  • Mal spielt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den heimlichen Außenamtschef,
  • mal übergeht Innenminister Thomas de Maizière die FDP beim Thema Datenschutz,
  • dann wieder liebäugelt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen mit den beim Koalitionspartner so verpönten Mindestlöhnen.
  • Und darüber schwebt Wolfgang Schäuble: Der Finanzminister legt sich gleich mit allen Liberalen an, indem er deren Wunschprojekt einer umfassenden Steuerreform blockiert.

SPIEGEL ONLINE zeigt die Köche und Kellner der schwarz-gelben Regierungsmannschaft

insgesamt 2075 Beiträge
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kdshp 22.12.2009
1.
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Hallo, nach schulnoten ne glatte 6 (setzen) !
yogtze 22.12.2009
2.
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Hoffentlich einleuchtend und lehrreich für den Wähler...
medienquadrat, 22.12.2009
3.
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
die Antwort, wie es denen 2010 ergehen wird, deren Volksvertreterin Frau Merkel ist, dürfte viel interessanter werden, denn die Bundeskanzlerin "rumpelt" jeden Tag, den sie im Amt bleibt höheren Versorgungsansprüchen entgegen - ob sie nach Ende ihrer Regierungsbeteiligung noch irgendwas arbeitet oder nicht.
ender, 22.12.2009
4. schwarz-gelb
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Na wie wohl? Schwarz-Gelb! Für Wirtschaft und Gesellschaft sehe ich SCHWARZ und dabei wird mir so übel, dass ich ganz GELB im Gesicht werde!
sysiphus, 22.12.2009
5. bittere Pille
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Es wird, mit Ausnahme der oberen 10%, ein bitteres Jahr werden. Wenn Schäuble nach der Wahl in NRW seine Streichliste präsentiert, wird das Heulen und Zähne klappern groß sein. Aber vielleicht muss das alles sein - schließlich lernt der Mensch am besten durch Schmerzen. 4 Jahre FDP-Regierungsbeteiligung und 8 Jahre Merkel sollten eigentlich genug Rosskur sein, um den Michel zur Vernunft zu bringen. Schaun mer mal...
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