Schwarz-Grün Kuhn nennt Unionskurs "blöd"

Der neu gewählte Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn hat die CDU scharf attackiert. Er formulierte zudem harte Bedingungen für das Zustandekommen von schwarz-grünen Koalitionen.


Hamburg - "Schwarz-Grün kann es nur geben mit einer Union, die sich auf uns zu bewegt", sagte Kuhn dem SPIEGEL. Im Wahlkampf habe diese sich "als anti-grün dargestellt und die modernen Großstadtthemen vollständig ignoriert", erklärte der Grünen-Politiker. "Wie kann man nur so blöd sein, Themen wie Umwelt und Verbraucherschutz und das Verhältnis von Mann und Frau so hartnäckig zu ignorieren?"

Kuhn äußerte sich skeptisch, dass Bündnisse mit der CDU in absehbarer Zeit auf Landesebene zustande kommen. "Das läuft, wenn überhaupt, eher mittel- als kurzfristig", sagte er. Er verstehe die bevorstehende Oppositionszeit jedoch als "permanente Sondierung von Konstellationen". Er wünsche sich die Grünen als "Partei mit mehreren Optionen: Rot-Grün ist abgewählt, aber nicht tot. Schwarz-Grün ist abgesagt, aber nicht für alle Zeiten."



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