Seenotrettung "Sea-Watch 3" fährt nun unter deutscher Flagge

Das Boot "Sea-Watch 3", mit dem im Mittelmeer Schiffbrüchige geborgen werden, trägt nun Schwarz-Rot-Gold. Wegen zu strenger Auflagen durch die Niederlande ist das Schiff nun in Deutschland registriert.
Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" im Hafen von Lampedusa (Archivbild)

Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" im Hafen von Lampedusa (Archivbild)

Foto: Annalisa Camilli/ DPA

Das Flüchtlingsrettungsschiff "Sea-Watch 3" ist seit Donnerstag unter deutscher Flagge registriert. "Der bisherige Flaggenstaat hat uns soweit eingeschränkt, dass Rettungsaktionen fast unmöglich geworden sind", sagte ein Sprecher der Seenotrettungsorganisation. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden besser funktioniere. Das Schiff war bislang unter niederländischer Flagge gefahren.

Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hatte dem Schiff im April deutlich strengere Sicherheitsbestimmungen für die Seenotrettung im Mittelmeer auferlegt. Nach zwei Klagen erhielt die Organisation bis zum Jahresende Zeit für die Aufrüstung. "Mit Blick auf die Frist haben wir uns für den Wechsel entschieden", so der Sprecher weiter.

Mit der "Sea-Watch 3" rettet die deutsche Hilfsorganisation schiffbrüchige Migranten aus dem Mittelmeer. Ende Juni kam es zu einem offenen Konflikt mit italienischen Behörden, nachdem die deutsche Kapitänin Carola Rackete unerlaubt in italienische Gewässer und schließlich in den Hafen der Insel Lampedusa gefahren war. Das Schiff ist derzeit in Italien festgesetzt.

cht/dpa
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