Transatlantische Beziehungen Gabriel folgt Merz im Vorsitz der Atlantik-Brücke

Zehn Jahre stand Friedrich Merz an der Spitze der Atlantik-Brücke. Nun bemüht sich der Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel um die Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Norbert Röttgen wird sein Stellvertreter.

Sigmar Gabriel (SPD)
DPA / Paul Zinken

Sigmar Gabriel (SPD)


Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel ist neuer Vorsitzender der renommierten Atlantik-Brücke zur Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Wie der Verein mitteilte, wurde der ehemalige Außenminister am Mittwochabend zum Nachfolger von Friedrich Merz (CDU) gewählt, der zehn Jahre an der Spitze gestanden hatte.

Merz betonte zum Abschied die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen: "Das transatlantische Verhältnis ist mehr als Handelspolitik, mehr als ein sicherheitspolitisches Bündnis. Es ist eine Wertegemeinschaft, in der wir auch unsere Interessen vertreten müssen."

Gabriel unterstrich einer Mitteilung zufolge: "Das Verhältnis zu den USA ist nicht besser oder schlechter, als wir es seit den 50er Jahren gewohnt waren, sondern schlicht anders. Um in diesem Verhältnis neue Impulse zu setzen, ist die Atlantik-Brücke genau der richtige Ausgangspunkt."

Auch die beiden Stellvertreter von Merz, Ex-Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und der Unternehmensberater Burkhard Schwenker, schieden aus ihren Ämtern. Zu ihren Nachfolgern wurden der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), und der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, bestimmt.



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tin/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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stranzjoseffrauss 26.06.2019
1. Norbert Röttgen, der einst krachend gegen Hannelore Kraft unterlag
ist nun auch in seiner Anschlussverwendung als Außenpolitiker eine stetige Nullstelle, zumal er gerne mit Kenntnisse in der Sache geizt. Gerade auch ihn kann Rezo in seinem Video für als Beispiel für fehlende Fachkenntnis gemeint haben. Gerne hört man heute noch seinen entlarvenden Satz "Bedauerlicherweise entscheidet nicht alleine die CDU darüber, sondern die Wähler entscheiden darüber."
senkfuss 27.06.2019
2.
Die Atlantikbrücke ist nicht irgendein illustrer Verein wie ein etwa ein Kegelklub, sondern ist als Teil des Transatlantik-Netzwerkes zu verstehen, zu denen auch die Bilderberg Konferenzen und die Trilaterale Kommission als Instrumente des US-amerikanischen Council on Foreign Relations gehören. Sie dient schlicht der Durchsetzung US-amerikanischer geostrategischer Interessen und der Einflussnahme auf nationale sowie europäische Politik, Wirtschaft, Medien und NATO.
Wolfgang Heubach 27.06.2019
3. Gabriel ist eine gute Wahl
Gabriels Wahl ist sehr zu begrüssen. In seiner kurzen Zeit als Außenminister - in meinen Augen seine bislang beste Zeit als Politiker - hat er Kompetenz und Rückgrat bewiesen. Sein robustes Naturell - positiv gemeint ! - kann Deutschland in diesen bewegten Zeiten nur von Nutzen sein. Schade, daß er nicht mehr Außenminister sein durfte.
Bearhawk 27.06.2019
4. Da ist er wieder, der überstrapazierte Begriff der "Wertegemeinschaft"
Nach 20 Jahren beruflich bedingten Aufenthaltes in den USA glaube ich sagen zu können, dass wir mit jedem europäischen Staat mehr geneinsame Werte haben, als mit den USA. Die Anbetung des Geldes, dem alles andere untergeordnet wird, die Verherrlichung des Militärs und die aggressive Außenpolitik , die Ablehnung jeglicher sozialen Absicherung des Einzelnen durch den Staat, die Einflussnahme bigotter, religiöser Gruppen mit Ansichten aus dem "vorletzten" Jahrhundert auf die Politik, der offene Rassismus, die sogenannte "Demokratie" die solange verbogen wird, bis eine bestimmte Partei gewinnt, usw. usf. Alles "Werte" auf die ich gerne verzichten kann, die brauchen wir in Europa mit Sicherheit nicht. Die USA sind ein rückwärts gewandter Staat und werden es auf absehbare Zeit wohl auch noch bleiben. Unsere amerikanischen Freunde haben uns regelmäßig beneidet ob unserer Errungenschaften und das offene Gesellschaftssystem hier Deutschland und Europa.
hansfrans79 27.06.2019
5.
Zitat von stranzjoseffraussist nun auch in seiner Anschlussverwendung als Außenpolitiker eine stetige Nullstelle, zumal er gerne mit Kenntnisse in der Sache geizt. Gerade auch ihn kann Rezo in seinem Video für als Beispiel für fehlende Fachkenntnis gemeint haben. Gerne hört man heute noch seinen entlarvenden Satz "Bedauerlicherweise entscheidet nicht alleine die CDU darüber, sondern die Wähler entscheiden darüber."
Die Goldwaage holen Sie aber auch immer gerne raus. Was soll daran entlarvend sein? Maximal unglückliche Wortwahl.
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