Personaldebatte in der SPD Gabriel würde gern Außenminister bleiben

Wer geht für die SPD in einer neuen Großen Koalition ins Kabinett? Nach Martin Schulz bekundet auch Sigmar Gabriel Interesse. Dem SPIEGEL sagte der Ex-Parteichef, er würde gerne Außenminister bleiben.
Sigmar Gabriel (Mitte)

Sigmar Gabriel (Mitte)

Foto: Florian Gaertner/ dpa

Sigmar Gabriel würde gerne das Amt des Außenministers behalten, wenn es zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommt. "In solchen international verwirrenden Zeiten seinem Land als Außenminister dienen zu können, ist natürlich ungeheuer spannend und auch eine sehr große Ehre", sagte Gabriel dem SPIEGEL. "Und es wäre ja seltsam, wenn man das nicht gerne weitermachen würde." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Er glaube, dass er seine Aufgabe als Außenminister ganz gut mache, betonte aber: "Wir sind alle Gewählte und nicht Erwählte. Die SPD hat natürlich jedes Recht, mögliche Ministerämter anders zu besetzen."

Auch beim jüngsten Gewerkschaftsrat war Gabriels politische Zukunft Thema. Nach SPIEGEL-Informationen warben mehrere Gewerkschaftsvertreter gegenüber SPD-Chef Martin Schulz dafür, dass Gabriel dem nächsten Kabinett angehört.

Auch Schulz strebt ins Kabinett. Gegenüber mehreren Mitgliedern der SPD-Spitze erklärte er unlängst, dass ein Kabinettsverzicht für ihn nicht infrage komme.

Das Verhältnis zwischen Schulz und Gabriel gilt als belastet. In der Partei wird bezweifelt, dass für beide im Kabinett Platz ist. Die Sozialdemokraten wollen die Namen ihrer Minister nicht vor dem Mitgliedervotum über die Große Koalition bekannt geben.

csc
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