Gabriel über mögliche Kanzlerkandidatur "Dafür spricht manches"

Wer wird Kanzlerkandidat der SPD? Vergangene Woche gab NRW-Landeschefin Hannelore Kraft dem Ratespiel neue Nahrung. Jetzt schloss sich Sigmar Gabriel an.

Sigmar Gabriel im November auf dem Landesparteitag der SPD in Erfurt
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Sigmar Gabriel im November auf dem Landesparteitag der SPD in Erfurt


Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat seine Kandidatur für das Amt des Bundeskanzlers nicht verkündet, er hat sie angedeutet. In einem Interview mit der "Rheinischen Post" sagte Gabriel auf die Frage, ob Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz in einer Hand liegen sollten: "Dafür spricht manches."

Vor einer Woche hatte die stellvertretende SPD-Vorsitzende und Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens, Hannelore Kraft, erklärt, sie wisse bereits, wer SPD-Kanzlerkandidat werde solle, sage es aber nicht.

Darauf angesprochen erwiderte Gabriel vielsagend: "Solche Entscheidungen werden nicht ohne Wissen und vor allem nicht ohne die Zustimmung der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, getroffen." Kraft habe entscheidenden Einfluss darauf, wer Spitzenkandidat werde, betonte er. Kraft hatte in der Vergangenheit wiederholt Gabriel als am besten geeigneten Kandidaten genannt.

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SPD-Kanzlerkandidat

Wer soll Angela Merkel herausfordern?

Offiziell will die SPD die Entscheidung im Januar treffen. Die SPD habe einen klaren Fahrplan, wie die Entscheidung herbeigeführt werde. "Es ist ja eine ernsthafte Frage, wer die größte Volkswirtschaft Europas als Kanzler der SPD anführen soll", sagte der Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler. Die Öffentlichkeit halte in der SPD mehrere Personen für geeignet.

In den vergangenen Wochen war auch über eine Kanzlerkandidatur des in die Bundespolitik wechselnden EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz sowie des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz spekuliert worden. Die Partei stehe somit besser da als die Union, wo hinter Angela Merkel niemand infrage komme, sagte Gabriel. Merkel hatte vergangene Woche erklärt, bei der Bundestagswahl im September 2017 noch einmal anzutreten.

beb/Reuters

insgesamt 59 Beiträge
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Seite 1
dbade101 03.12.2016
1. Eins kann man
der SPD nicht nachsagen. Sie hätte keinen Optimismus. Dazu hat sie offensichtlich eine große Menge Humor. Derjenige, der sich als KK aufstellen lässt, macht sich doch von vorn herein zum Horst. Wer kann ernsthaft daran Interesse haben. Mit sehr viel Glück und wenn nicht noch irgend etwas Unvorhergesehenes dazukommt, wird es bei 20% bleiben. Dann sollte man beider SPD mehr als zufrieden sein. Gebt Euch Mühe, dann klappt es auch mit den Prozenten. Von nichts, kommt nichts!
frank57 03.12.2016
2. Es ist
egal wen die SPD aufstellt! Als 15 % Partei überaupt den Kanzler stellen zu wollen ist schon anmaßend!
Pride & Joy 03.12.2016
3. Orakel?
Dann orakeln wir weiter... Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Gabriel der Kandidat der SPD bleiben wird, denn Hannelore Kraft wird dies massiv, so wie in der Vergangenheit auch, unterstützen. Wetten dürfen angenommen werden... :-)
PaulchenGB 03.12.2016
4. Solange die SPD kein glaubwürdiges sozial-demokratisches
Wahlprogramm mit Blick auf die arbeitende Bevölkerung vorlegt, ist kein SPD-Politiker wählbar.
dieter 4711 03.12.2016
5. Nicht mit dem Personal
Zitat von dbade101der SPD nicht nachsagen. Sie hätte keinen Optimismus. Dazu hat sie offensichtlich eine große Menge Humor. Derjenige, der sich als KK aufstellen lässt, macht sich doch von vorn herein zum Horst. Wer kann ernsthaft daran Interesse haben. Mit sehr viel Glück und wenn nicht noch irgend etwas Unvorhergesehenes dazukommt, wird es bei 20% bleiben. Dann sollte man beider SPD mehr als zufrieden sein. Gebt Euch Mühe, dann klappt es auch mit den Prozenten. Von nichts, kommt nichts!
Lieber bade, aber nicht mit dem Personal.,
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