Tumult bei Sisi-Besuch Kanzleramt will Störerin nicht bestrafen

Mit wüsten Beschimpfungen störte eine junge Frau den Pressetermin von Kanzlerin Merkel und Ägyptens Präsident Sisi. Trotz des Tumults verhängt das Kanzleramt gegen die Medizinstudentin kein Hausverbot.

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Dieser Vorfall wird vom Besuch des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi bei Kanzlerin Angela Merkel in Erinnerung bleiben: Eine junge Frau mit Kopftuch schrie auf Deutsch mehrmals in Richtung Sisi: "Er ist ein Mörder", schließlich noch "Er ist ein Nazi, er ist ein Faschist". Die Pressekonferenz im Kanzleramt endete im Tumult, rund 30 ägyptische, regimetreue Journalisten standen auf und skandierten: "Es lebe Ägypten!" und "El-Sisi ist unser Präsident!".

Nun läuft die Aufarbeitung. Eine wichtige Frage: Wie kam die junge Frau ins Kanzleramt?

Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte SPIEGEL ONLINE am Donnerstag, die Frau habe sich für einen Radiosender akkreditiert. Der Name des Senders und weitere personenbezogene Angaben würden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bekannt gegeben. Die Bundespolizei habe die Personalien der Frau aufgenommen, sie aber nicht festgenommen.

Die Frau selbst habe schließlich um Schutz gebeten, woraufhin sie von Bundespolizisten aus der Sicherheitszone im Kanzleramt und aus dem Kanzleramt selbst hinausbegleitet worden sei. Vor den Absperrungen des Amts hatten am Mittwoch Hunderte Anhänger des Präsidenten demonstriert. Vor diesen hatte die Aktivistin Angst.

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Ägyptens Präsident in Berlin: Tumulte bei Pressekonferenz von Merkel und Sisi
Konsequenzen soll der Vorfall, der ein Schlaglicht auf die tiefen Gräben in Ägypten wirft, nicht haben: Der Sprecher der Bundesregierung betonte: "Gegen die junge Frau ist vom Kanzleramt kein Hausverbot ausgesprochen worden."

Mitglied der Jusos

Bei der Frau handelt es sich um eine angehende Medizinerin, ihr Name ist SPIEGEL ONLINE bekannt. Die 22-Jährige ist in Mainz geboren und ägyptischer Herkunft. Sie ist seit der Schule Mitglied der Jusos, der SPD-Nachwuchsorganisation.

Weiter schreibt sie, dass sie mit elf Jahren angefangen habe, aus eigener und fester Überzeugung ein Kopftuch zu tragen. Als Konsequenz habe sie sich mit Vorurteilen und Fehleinschätzungen auseinandersetzen müssen. Ein einschneidendes Ereignis sei für sie zudem die Revolution in Ägypten gewesen.

insgesamt 7 Beiträge
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knaake 04.06.2015
1. Glück im Unglück.
Gut das eine vermutliche Lücke in der Sicherheit so harmlos aufgedeckt wurde,
Schwarzbär 04.06.2015
2. Kein Hausverbot? Keine Konsequenzen?
Na, da haben wir wohl mal wieder Angst vor...?! Ja, vor wem denn? Vor unseren einheimischen radikalen Moslems? Mit unser Buckelei vor diesen Leuten machen wir uns nur noch lächerlich. Die Muslimbrüder sind Islamisten und ich begrüße ausdrücklich, dass es noch islamisch geprägte Länder gibt, die solche Gruppen bekämpfen. Dafür sollten wir - der Westen - dankbar sein. Es dient unserer Sicherheit und der Stabilität in den betreffenden Regionen. Die Dame gehört übrigens umgehend ausgewiesen. Am besten nach Ägypten. Ob sie da auch so dreist auftritt...? Ich habe meine Zweifel. Aber in Deutschland kann man´s ja machen. Peinlich.
gerd33 04.06.2015
3. Weg von der Uni mit Verfassungsfeinden jeglicher Coleur
Die Dame gehört ob ihrer offenkundig islamistischen und somit verfassungsfeindlichen Gesinnung exmatrikuliert,
From7000islands 04.06.2015
4. Geplanter Auftritt?
Keine Verfolgung der Störerin? Möchte sich Merkel gar mit ihr verschwistern? Ist die Störerin vielleicht ein Willkommensgeschenk für Merkel gewesen? Es riecht etwas faul an der Sache, denn noch vor wenigen Tagen sagte Merkel in Gegenwart Putins "....die verbrecherische Annexion der Krim..." doch bei Sisi, der sicher -zig mal schlimmer ist als Putin sagte sie nur, dass Hinrichtungen nicht sein sollten. Was für eine (gross-)artige Erkenntnis, liebe Angie !
nonpossocapirlo 04.06.2015
5.
Das ist nur konsequent und die Bundesregierung braucht noch viel mehr Islamisten in Deutschland, um die immer neuen Schnüffel- und Überwachungsmaßnahmen gegen die Bevölkerung zu rechtfertigen...
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