Umfrage im Ersten AfD und FDP können mit Einzug ins EU-Parlament rechnen

Die Euro-Kritiker von der AfD könnten schon bald im Europaparlament sitzen. In der ARD-Sonntagsfrage zur Wahl im Mai kommen sie auf sechs Prozent. Auch die FDP würde den Sprung nach Straßburg laut der Umfrage schaffen.

AfD-Kandidat Henkel: Sechs Prozent bei der Sonntagsfrage
DPA

AfD-Kandidat Henkel: Sechs Prozent bei der Sonntagsfrage


Köln/Hamburg - Bei der ersten Sonntagsfrage zur Europawahl im Mai liegt die Union mit 38 Prozent vorn. Sie bewegt sich damit im Bereich ihres letzten Europawahlergebnisses: 2009 kamen CDU/CSU in Deutschland auf 37,9 Prozent der Stimmen.

Die SPD würde gegenüber der Europawahl vor fünf Jahren deutlich zulegen. Die Sozialdemokraten kommen bei der Sonntagsfrage auf 29 Prozent (2009: 20,8 Prozent), die Grünen erreichen 10 Prozent (2009: 12,1 Prozent), die Linke 8 Prozent (2009 7,5 Prozent).

Die AfD wäre, wenn am nächsten Sonntag Europawahl wäre, mit 6 Prozent im Parlament dabei. Auch die FDP würde mit 4 Prozent (2009: 11,0 Prozent) die Dreiprozenthürde überspringen, die bei dieser EU-Wahl erstmals gilt.

Ein weiteres Novum bei dem Urnengang am 25. Mai 2014: Zum ersten Mal bewerben sich Spitzenkandidaten um das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission. Für die europäischen Sozialdemokraten tritt der Präsident des Europaparlamentes Martin Schulz an. Bisher gilt der Kandidat der konservativen Europäischen Volkspartei, der ehemalige luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker, als aussichtsreichster Bewerber für die Spitzenkandidatur.

Sollte es zu einem Rennen zwischen den beiden kommen, würden 36 Prozent der Bundesbürger Schulz als Präsident der Kommission bevorzugen, 30 Prozent Juncker, 7 Prozent keinen von beiden. 20 Prozent ist mindestens einer von beiden unbekannt.


Daten zur Umfrage

Stichprobe: Infratest dimap befragte 1008 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Zeitraum: 3. bis 4. Februar 2014

Statistische Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte je nach Anteilswert

syd

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insgesamt 27 Beiträge
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kugelsicher, 06.02.2014
1. Schlimm genug aber...
damit wird man leben können bzw. müssen. Hauptsache sie kommen beide nicht in den Bundestag und in Länderparlamenten möchte ich sie auch nicht sehen. Bis zur nächsten BW hat sich die AfD samt ihrer Fans hoffentlich weiter selbst demontiert.
FFMer 07.02.2014
2. Bei der EU Politik...
...wird die AfD zum Selbstläufer, der an Fahrt gewinnt.
kjartan75 07.02.2014
3. Lustige AfD
Zitat von sysopAFPDie Euro-Kritiker von der AfD könnten schon bald im Europaparlament sitzen. In der ARD-Sonntagsfrage zur Wahl im Mai kommen sie auf sechs Prozent. Auch die FDP würde den Sprung nach Straßburg laut der Umfrage schaffen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sonntagsfrage-afd-und-fdp-koennen-mit-einzug-ins-eu-parlament-rechnen-a-951969.html
Wie amüsant...die AfD wird von einigen tatsächlich als ernstzunehmende Partei wahrgenommen. Außer viel Streiterei, null inhaltliche Übereinstimmungen in den Landesverbänden, extremistische Züge hat die Partei nichts zu bieten. Da ist ja die NPD noch eher ernst zu nehmen. Die wissen wenigstens, was die wollen. Die AfD selbst weiß es nicht und der große Führer, der von den Jüngern angebetet wird wie ein Gott, der glänzt durch seine ersten Widersprüchlichkeiten von Gelaber und eigenem Handeln.
majensen 07.02.2014
4. AfD statt FDP
Ich hoffe, dass die 4 % der FDP noch bei der AfD landen. Mir ist absolut unklar, wofür man die FDP in Brüssel benötigt. Nun ja, mir wird auch immer unklarer, wofür man die EU an sich benötigt ...
maxbee 07.02.2014
5.
Zitat von sysopAFPDie Euro-Kritiker von der AfD könnten schon bald im Europaparlament sitzen. In der ARD-Sonntagsfrage zur Wahl im Mai kommen sie auf sechs Prozent. Auch die FDP würde den Sprung nach Straßburg laut der Umfrage schaffen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sonntagsfrage-afd-und-fdp-koennen-mit-einzug-ins-eu-parlament-rechnen-a-951969.html
Nur 6% für die Eurokritiker von der AfD?! Na ja, wie die Geschichte eindrucksvoll beweist, haben die Deutschen, wenn es um ihr eigenes Wohl geht, immer schon auf das falsche Pferd gesetzt. Sollen nur nicht jammern, wenn sie einmal mehr vor einem Scherbenhaufen stehen!
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