SPD-Aktivitäten Müntefering will weiter mitmischen

Plant Franz Müntefering ein politisches Comeback? Der Ex-Arbeitsminister ließ heute wissen, dass er seine Partei für die Bundestagswahl 2009 unterstützen werde - er sei nur "im Moment in Deckung". Wie genau sein Engagement aussehen soll, hielt Müntefering allerdings offen.


Berlin - In den vergangenen Monaten war es ruhig um Müntefering geworden: Der frühere Vizekanzler kümmerte sich in Bonn um seine schwerkranke Frau. Bei der Entgegennahme eines Preises als bester politischer Redner ließ er heute aber wissen, er schließe ein politisches Comeback nicht aus.

Ex-Vizekanzler Müntefering: "Im Moment in Deckung"
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Ex-Vizekanzler Müntefering: "Im Moment in Deckung"

Wie genau das Engagement für seine Partei aussehen werde, darüber ließ Müntefering seine Zuhörer im Unklaren. Er sei zwar "im Moment in Deckung", sagte er - wolle aber "irgendwie" dazu beitragen, dass die SPD die Bundestagswahl 2009 gewinne. Er hoffe deshalb, auch in Zukunft noch die eine oder andere politische Rede zu halten, fügte der frühere SPD-Vorsitzende hinzu.

Zu den derzeitigen Turbulenzen in seiner Partei wegen der Öffnung zur Linken äußerte sich Müntefering nicht. Manchmal müssten Politiker auch "den Mund halten können".

Müntefering war nach einer Auseinandersetzung mit SPD-Chef Kurt Beck wegen der Verlängerung des Arbeitslosengeldes I vor gut drei Monaten als Arbeitsminister und Vizekanzler zurückgetreten. Er hatte diesen überraschenden Schritt mit der schweren Erkrankung seiner Frau begründet. In der jüngsten Führungskrise der SPD war Müntefering laut "Bild"-Zeitung als Nachfolger für Parteichef Kurt Beck im Gespräch, falls dieser zurücktreten sollte.

amz/dpa



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