Juliane Seifert SPD-Bundesgeschäftsführerin hört auf

Die SPD muss sich einen neuen Bundesgeschäftsführer suchen. Juliane Seifert stellt ihr Amt nach eigenen Angaben zur Verfügung.
Juliane Seifert

Juliane Seifert

Foto: Michael Kappeler/ picture alliance / dpa

Die SPD-Bundesgeschäftsführerin Juliane Seifert gibt ihren Posten auf. Sie kündigte bei Beratungen der SPD-Spitze ihren Rückzug an. "Nach den Vorkommnissen der vergangenen Woche sind für mich die Voraussetzungen nicht mehr gegeben, die ich brauche, um für die großen vor uns liegenden Aufgaben einen guten Beitrag leisten zu können", sagte Seifert. "Ich freue mich über das Angebot, meine Arbeit als Bundesgeschäftsführerin fortzusetzen. Gleichwohl stehe ich für das Amt nicht weiter zu Verfügung." Seifert hatte das Amt im Frühjahr 2016 übernommen.

Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass SPD-Chef Martin Schulz die Noch-Juso-Chefin Johanna Uekermann zur neuen Bundesgeschäftsführerin hatte machen wollen. Diese schlug das Angebot jedoch aus. Schulz hatte mit Uekermanns Berufung auch ein Versöhnungszeichen an die Frauen und die Linken in der SPD senden wollen.

Sein Plan, Lars Klingbeil vom konservativen Seeheimer Kreis zum neuen Generalsekretär zu machen, hatte für Unmut bei den Frauen in der SPD gesorgt. Drei der vier Ämter in Partei- und Fraktionsspitze würden dann von Männern besetzt. Den Parteilinken stößt zudem auf, dass mit dem Generalsekretärs-Job für Klingbeil und der mit Carsten Schneider besetzten Stelle des Fraktionsgeschäftsführers zwei Posten an Vertreter des konservativen Flügels gehen.

Streit gibt es auch in der Fraktion. Diese will am Abend ihren Kandidaten für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten bestimmen. Der geschäftsführende Fraktionsvorstand hatte dafür den bisherigen Fraktionschef Thomas Oppermann vorgeschlagen. Allerdings wollen sich auch Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sowie die bisherige Fraktionsmanagerin Christine Lambrecht bewerben.

cte/dpa

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