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17. November 2003, 07:50 Uhr

SPD-Bundesparteitag

Watschen für Scholz und Clement erwartet

Heute beginnt der Bundesparteitag der SPD in Bochum. Am Nachmittag stehen die Wahlen des Parteivorsitzenden, seiner fünf Stellvertreter, des Generalsekretärs und der Schatzmeisterin auf dem Programm. Mit Spannung wird das Abschneiden von Generalsekretär Scholz und Wirtschaftsminister Clement erwartet.

Kritik am General: Olaf Scholz
REUTERS

Kritik am General: Olaf Scholz

Bochum - Zu Beginn will SPD-Parteichef und Bundeskanzler Gerhard Schröder für seinen Reformkurs werben und langfristige Perspektiven sozialdemokratischer Politik aufzeigen. Besonders stark machen will sich Schröder für Investitionen in Bildung und Forschung und für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Bei den Wahlen am Nachmittag wird Schröder erneut als SPD-Chef kandidieren. Seine Wiederwahl gilt als sicher. Weniger gewiss darf sich da Generalsekretär Olaf Scholz sein. Zuletzt war er parteiintern kritisiert worden. Gespannt sein darf man auch, wie viele der rund 500 Delegierten für SPD-Vize Wolfgang Clement stimmen werden. Der Bundeswirtschaftsminister muss nach seinem Nein zur Ausbildungsabgabe mit einem schlechten Ergebnis rechnen.

Neu kandidieren als Vize-Parteivorsitzende der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und Ute Vogt, die SPD-Landeschefin von Baden-Württemberg. Erneut treten für dieses Amt neben Clement auch Parlamentspräsident Wolfgang Thierse und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul an. Die Wiederwahl von Inge Wettig-Danielmeier als Schatzmeisterin gilt als sicher.

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