Personaldebatte SPD-Frauen fordern nächsten Parteivorsitz

Durch die kriselnde SPD schallt der Ruf der Erneuerung. Im SPIEGEL melden die sozialdemokratischen Frauen Anspruch auf den Parteivorsitz an - wenn der nächste Wechsel ansteht.
SPD-Politikerin Elke Ferner (Archivbild aus dem Jahr 2015)

SPD-Politikerin Elke Ferner (Archivbild aus dem Jahr 2015)

Foto: Kay Nietfeld/ picture alliance / Kay Nietfeld/

Die Frauen in der SPD erheben Anspruch auf den Parteivorsitz. "Beim nächsten Wechsel auf dem Parteivorsitz ist es Zeit, dass nach mehr als 150 Jahren erstmals eine Frau Parteichefin wird", fordert Elke Ferner, Chefin der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen im SPIEGEL. "Die SPD hat genug talentierte Frauen, die in der Lage sind, die Partei zu führen." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Seit Wochen wird in der Partei über eine notwendige Erneuerung diskutiert. Dabei geht es auch um die Zukunft des angeschlagenen Vorsitzenden Martin Schulz. Dessen interne Ansage, in einer Großen Koalition zusätzlich Minister werden zu wollen, stößt auf Widerstand.

Die Sozialdemokraten planen, vor dem Mitgliedervotum über den Koalitionsvertrag die Ressortverteilung zwischen den Bündnispartnern öffentlich zu machen - allerdings ohne Namen zu nennen. In der Parteispitze der Sozialdemokraten wird damit gerechnet, dass es im Zuge der Regierungsbildung zu einer Debatte über die Gesamtaufstellung in der SPD kommt - also auch über den Vorsitz.

Union und SPD wollen am Sonntag, möglicherweise aber auch erst am Montag ihre Koalitionsverhandlungen beenden. Mehrere Arbeitsgruppen haben bereits ihre Ergebnisse vorgelegt. So planen beide Seiten milliardenschwere Investitionen in die Rente, die Pflege und die Bildung. Zwei große Streitpunkte - die Eingrenzung der sachgrundlosen Befristung sowie eine Reform des Gesundheitssystems - dürften erst ganz am Schluss geklärt werden.

vme
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