SPD-Generalsekretär Gerangel um Gabriel

Der frühere niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel hat Berichte dementiert, er solle der neue SPD-Generalsekretär werden. Die Entscheidung über die Nominierung soll am Abend bekannt gegeben werden.


Berlin/Köln - Gabriel sei vom künftigen SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck gebeten worden, den Posten des Generalsekretärs zu übernehmen, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Partei- und Fraktionskreise.

Gabriel: Schnelles Dementi
AP

Gabriel: Schnelles Dementi

"Gabriel wird es machen", hieß es dem Bericht zufolge in der Spitze der Bundestagsfraktion. Gabriel sei ein politischer Kopf, der der SPD ein Gesicht geben und das Amt nicht als Verwaltungsaufgabe ausfüllen werde. Gabriel habe bereits vor Wochen immer wieder klar gemacht, dass er das Amt sehr gerne übernehmen und auch einem Kabinettsposten vorziehen würde.

Die Entscheidung über die Nominierung solle am Abend im Anschluss an die SPD-Gremiensitzungen in Berlin bekannt gegeben werden, schreibt Kölner die Zeitung.

Gabriel wies solche Spekulationen umgehend zurück. Sein Auftrag sei es, für seine Partei über erneuerbare Energien und Umweltpolitik zu verhandeln, betonte der Bundestagsabgeordnete.

Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf SPD-Kreise, dass der Sprecher des SPD-Netzwerks, der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil, neuer Generalsekretär werden soll. Heil selbst wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf Parteikreise, in der SPD werde erwogen, den Posten des Generalsekretärs gar nicht mehr zu besetzen. Diese alte Überlegung des scheidenden SPD-Chefs Müntefering werde derzeit diskutiert.



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