Zoff in der SPD Schröder soll Steinbrück "Spießbürger" genannt haben

Peer Steinbrück sorgt für Ärger bei den Sozialdemokraten. Auch Altkanzler Gerhard Schröder soll die Lästereien des Ex-Finanzministers laut "Bild"-Zeitung zurückgewiesen haben.
Martin Schulz, Gerhard Schröder

Martin Schulz, Gerhard Schröder

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images

In der SPD gibt es Unmut über Peer Steinbrück. Der Kanzlerkandidat von 2013 hatte den Zustand seiner Partei in Interviews am Wochenende spöttisch-ironisch kommentiert. SPD-Vize Ralf Stegner sagte dazu, Parteichef Martin Schulz brauche keine Ratschläge von "Kapitänen, die vom Ufer zuschauen". Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), bescheinigte Steinbrück bei Twitter: "Das ist mies. Charakterlich. Inhaltlich. Strategisch. Taktisch."

Auch Altkanzler Gerhard Schröder soll mit harscher Kritik auf die Äußerungen Steinbrücks reagiert haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. "Steinbrück ist ein Spießbürger, der versucht, sich einen intellektuellen Anstrich zu geben. Und das mögen wir nicht", sagte Schröder der Zeitung zufolge zu Vertrauten.

Auf die Frage, was in der SPD beim Schulz-Hype schief gelaufen sei, hatte Steinbrück zuvor der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt, die 100 Prozent im März bei der Wahl von Schulz zum Parteivorsitzenden seien "vergiftet" gewesen. "Die Partei saß plötzlich auf Wolke sieben, es hat sich ein Realitätsverlust eingestellt und das Publikum hat sich gewundert: Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?"

cte/dpa
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