Juso-Chef Kevin Kühnert will in den SPD-Parteivorstand

Kevin Kühnert, Chef der Jusos, kandidiert für den SPD-Vorstand. Er will sich im Dezember auf dem Parteitag wählen lassen. Den Job des Generalsekretärs schließt er für sich aus.

Kevin Kühnert
Jens Schlueter/ Getty Images

Kevin Kühnert


Juso-Chef Kevin Kühnert kandidiert auf dem SPD-Bundesparteitag Anfang Dezember für den Vorstand. Das sagte der 30-Jährige der "Süddeutschen Zeitung".

Er halte es für nicht schlüssig, zwei Jahre lang auch viel Kritik zu üben und Kursänderungen zu fordern, die Verantwortung dafür aber anderen zu überlassen, sagte er dem Blatt. Sein Entschluss zur Kandidatur gelte sowohl, wenn Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans Parteivorsitzende würden, als auch bei einem Sieg von Klara Geywitz und Olaf Scholz.

Im August hatte Kühnert in einem SPIEGEL-Interview erklärt, für den SPD-Parteivorsitz werde er sich nicht bewerben. Zur Begründung sagte er damals, kandidieren solle man "nur mit der klaren Überzeugung, das Amt im Erfolgsfall auch mit aller Konsequenz ausfüllen zu wollen und zu können".

Der Parteivorstand der SPD besteht derzeit aus 42 Mitgliedern. Neben der Parteispitze und dem Präsidium gehören ihm auch Mitglieder des Bundeskabinetts, Ministerpräsidenten sowie Landesminister an. Für ein Spitzenamt unter diesen einflussreichen Bundes- und Landespolitikern der Sozialdemokraten fühlt sich Kühnert nun offenbar berufen.

Kühnert schloss laut "Süddeutscher Zeitung" jetzt zugleich aus, Generalsekretär der Partei zu werden, egal in welcher Konstellation. Auf die Nachfrage, ob er sich den Posten des stellvertretenden Parteivorsitzenden vorstellen könne, sagte er: "Das würde ich zumindest nicht ausschließen, dass das passieren könnte. Wir müssen ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden. Na klar."

Eine Konfrontation mit einem potenziellen Parteivorsitzenden Olaf Scholz, dem Vizekanzler und Finanzminister, sehe er als dessen Stellvertreter nicht heraufziehen: "Stärke kommt daraus, Unterschiedlichkeiten zuzulassen", sagte Kühnert.

cht/dpa



insgesamt 116 Beiträge
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Seite 1
Remotesensing 18.11.2019
1. Nur zu !
Kevin im Vorstand heisst 5% weniger Wähler für die SPD.
netroot 18.11.2019
2. Manifestieren unter 10%
Selbst die AN-Vertreter (mindestens von bmw) halten Kühnert nicht für wählbar - daher empfehle ich ihm auch eher einen Job woanders
michiflumm 18.11.2019
3. Kevin allein
5% Kevin. Was will dieser Mann eigentlich?
herbert 18.11.2019
4. Kann er machen, wenn er 20 Jahre älter ist
jetzt soll er erst einmal einen Beruf erlernen, denn Student ist kein Beruf. Der Bursche leidet an einer massiven Überschätzung seiner Fähigkeiten.
w.glsener 18.11.2019
5. Es wäre nicht
zu verstehen, wenn Kevin Kühnert keinen Anspruch auf einen Posten im Bundesvorstand der SPD stellen würde. Er ist nicht nur für mich, (77) das Zukunftsgesicht der Partei. Es muß zwingend damit begonnen werden, die Partei in der Spitze zu verjüngen.
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