SPD-Kandidatenrennen Jusos unterstützen Esken und Walter-Borjans

Der Parteinachwuchs hat sich entschieden: Die Jusos wünschen sich das Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an der SPD-Spitze.

Norbert Walter-Borjans, Saskia Esken: Haltung zur Verteilungsgerechtigkeit "Gretchenfrage der programmatischen Erneuerung"
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Norbert Walter-Borjans, Saskia Esken: Haltung zur Verteilungsgerechtigkeit "Gretchenfrage der programmatischen Erneuerung"


Im SPD-Wettbewerb um die Parteiführung spricht sich die Nachwuchsorganisation für das Bewerberteam Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans aus. Der Bundesvorstand unterstütze einstimmig die Kandidatur der Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg und des Ex-Finanzministers von Nordrhein-Westfalen, teilten die Jusos mit.

Esken und Walter-Borjans stünden für eine "deutlich gerechtere Verteilungspolitik", sagte Juso-Chef Kevin Kühnert. Er hatte sich schon in der vergangenen Woche für das Duo ausgesprochen, das vom nordrhein-westfälischen Landesvorstand nominiert worden war.

Die Haltung zur Verteilungsgerechtigkeit sehen die Jusos "als Gretchenfrage der programmatischen Erneuerung der SPD". Esken und Walter-Borjans trauen sie zu, die Erwartungen zu erfüllen.

Man werbe für ein Duo, tue dies aber "in Respekt vor den anderen Kandidierenden, mit denen wir vielfach gut zusammenarbeiten und die den Prozess bereichern". Die Mitglieder seien - "wie sollte es anders sein" - frei in ihrer Wahlentscheidung.

Kandidaten für Parteivorsitz

Die neuen Parteivorsitzenden werden durch einen Mitgliederentscheid in der zweiten Oktoberhälfte bestimmt. Bis dahin stellen sich die sieben Bewerberduos und ein Einzelkandidat auf 23 Regionalkonferenzen der Basis vor. (Eine Zwischenbilanz zu den Konferenzen lesen Sie hier.)



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friedrich_eckard 12.09.2019
1.
Das zeichnete sich ab, und nachdem bereits vorher Lange / Ahrens zugunsten von Walter-Borjans / Esken ihre Bewerbung zurückgezogen hatten dürfte das Duo wohl sehr reele Chancen haben jedenfalls die Stichwahl zu erreichen - und dann muss man weitersehen. Frau Esken ist bisher öffentlich noch recht wenig sichtbar geworden, aber Walter-Borjans, den vormaligen Schrecken der leistungshinterziehenden Steuerträger, könnte man sich als der LINKEN nahestehender Mitte-links-Befürworter an der Spitze der SPD recht gut vorstellen, und dass er m.W. der an Jahren zweitälteste unter den Bewerbern ist spricht auch nicht gegen ihn und stört ja offenbar auch die Jusos nicht. Wenn jetzt noch Mattheis / Hierschel zurückziehen, die ohne realistische eigene Erfolgsaussichten nur die Stimmen der eher linken Bewerbergespanne zersplittern können...
burlei 12.09.2019
2. Hört sich gut an.
Walter-Borjans und Esken stehen für ein Ende der GroKo und grade Walter-Borjans ist für CDU/CSU und FDP ein rotes Tuch. War er es doch, der auf die Steuerhinterzieher und Banker zur Jagd geblasen hat und dem Staat wenigsten einige Millionen der zig Milliarden hinterzogene Steuern gesichert hat. Und Saskia Esken hat erkannt, was der Seeheimer Kreis der SPD immer noch nicht wahr haben will: "Die Groko ist keine Basis dafür, mit klarer Haltung und klarer Botschaft neues Vertrauen zu schaffen und so ein soziales, fortschrittliches und linkes Bündnis anzustreben."
orakel200 12.09.2019
3. Neuwahlen
Wenn Walter-Borjans und Esken gewinnen dann gibt es bald vorgezogene Neuwahlen und die SPD realisiert ihre schlechten Umfrage Werte. Walter-Borjans kennt außerhalb von NRW kaum einer , wie das bei Landesministern fast die Regel ist ,und auch Frau Esken ist in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt, wie auch fast alle Frauen unter den Bewerbern, abgesehen von der ehemaligen Zählkandidatin der SPD für die Bundespräsidentenwahl , die aber nie in einen Parlament war .
skeptikerjörg 12.09.2019
4. Ob das positiv ist?
Die offene Unterstützung durch die Jusos könnte auch ein Bumerang sein. Die absolute Mehrheit der SPD Mitglieder ist weit über das Juso-Alter hinaus und zumindest in der Zeit meiner SPD-Mitgliedschaft wurden Jusos an der Basis der Ortsvereine nicht gerade positiv gesehen. Von "müssen sich erstmal die Ohren abstoßen" oder "die werden es schon noch lernen" bis "Jugend forscht" war so die Bandbreite. Und das ist noch gar nicht so lange her.
md.de 12.09.2019
5.
Das sind ja beides ehrenwerte Menschen mit sicherlich klugen Ideen (auch wenn ich nicht mit allen übereinstimme), aber ob das die Sympathieträger sind die mehr als nur die SPD-Funktionärsriege hinterm Ofen hervorlockt? Ich weiß ja nicht. Vielleicht doch lieber was frisches wie Roth/Kampmann.
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