Weitere Kandidaten für SPD-Vorsitz Scheer und Lauterbach sammeln nötige Unterstützer

Noch ein SPD-Duo nimmt die Nominierungshürde zur Kandidatur für den Parteivorsitz: Nina Scheer und Karl Lauterbach haben nach SPIEGEL-Informationen die Unterstützung von fünf Unterbezirken sicher.
SPD-Kandidaten Nina Scheer und Karl Lauterbach

SPD-Kandidaten Nina Scheer und Karl Lauterbach

Foto: Wolfgang Kumm/DPA

Das Rennen um den SPD-Vorsitz hat deutlich an Schwung gewonnen. Nun hat das zweite Bewerberduo die nötigen Unterstützer für die Nominierung gesammelt: Die beiden Bundestagsabgeordneten Nina Scheer und Karl Lauterbach sicherten sich am Freitag nach SPIEGEL-Informationen den fünften Unterbezirk.

Bislang ist dies aus dem Bewerberfeld nur dem Team Christina Kampmann und Michael Roth gelungen. Sie wurden vom Bezirk Hessen-Nord nominiert. Scheer und Lauterbach haben folgende Unterbezirke auf ihrer Seite: Leverkusen, Herzogtum Lauenburg, Essen, Kreis Segeberg und Stormarn.

Als letzter Unterbezirk nominierte am Freitag die Essener SPD das Duo. Geführt wird der Verband vom nordrhein-westfälischen Fraktionschef Thomas Kutschaty. Er sagte dem SPIEGEL, es sei wichtig, dass es neben Olaf Scholz weitere Kandidaturen gebe. "Die Essener SPD ist für ein breites Personalangebot. Die Kandidatur von Nina Scheer und Karl Lauterbach sollen die Mitglieder sehen."

Gesundheitsexperte Lauterbach hatte zuvor zu den Bewerbungen von Vizekanzler Olaf Scholz sowie dem Duo Petra Köpping und Boris Pistorius gesagt, er erwarte jetzt einen "klaren Lagerwahlkampf". Auf der einen Seite stünden er und Nina Scheer mit einem rot-grünen Linkskurs und dem Versprechen, die Große Koalition zu verlassen . Lauterbach weiter: "Auf der anderen Seite stehen Scholz und Pistorius mit einem Pro-GroKo-Kurs."

SPD-Verfahren für den Parteivorsitz

cte
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