Agenda 2010 SPD-Politikerin Schröder-Köpf will nachbessern

Doris Schröder-Köpf will bei einem der wichtigsten Projekte ihres Mannes, Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD), nachjustieren. Die Agenda 2010 müsse nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr vollendet werden, sagte die Sozialdemokratin der "Bild am Sonntag".

Schröder-Köpf: "Natürlich passieren bei so großen Werken wie der Agenda auch Fehler"
dapd

Schröder-Köpf: "Natürlich passieren bei so großen Werken wie der Agenda auch Fehler"


Berlin - Die niedersächsische SPD-Landtagskandidatin Doris Schöder-Köpf unterstützt Nachbesserungen für die Agenda 2010. In einem Interview mit "Bild am Sonntag" sagte sie: "Natürlich passieren bei so großen Werken wie der Agenda auch Fehler."

Nach der Bundestagswahl werde die SPD die Agenda 2010, eines der wichtigsten politischen Projekte des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder, vollenden und falsche Entwicklungen wie Kettenzeitverträge in der Leiharbeit abschaffen.

Die Frau von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder kandidiert in Niedersachsen für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Die SPD-Politikerin hatte sich parteiintern im Hannover-Döhren gegen eine langjährige Abgeordnete durchgesetzt.

Gerhard Schröder hat seiner Frau indes versprochen, sich verstärkt um die Kinder zu kümmern, falls sie nächstes Jahr Abgeordnete im niedersächsischen Landtag werden sollte. "Ich habe seine Zusage, dass er das macht. Darauf baue ich und verlasse mich jetzt", sagte sie der "Bild am Sonntag".

Bereits jetzt sei ihr Mann eine große Hilfe: "Diese Woche hat er bei der Kindergeburtstagsfeier unseres Sohnes das Fußballturnier organisiert. Er hat das zweite Tor besorgt, die Hannover-96-Deko gekauft und war der Schiedsrichter", zitiert "Bild am Sonntag" Schröder-Köpf weiter.

Schröder-Köpf sagte zudem, sie wolle, falls sie in den Landtag einziehe, zunächst kein Ministeramt übernehmen : "Ich kann und werde mich als Landtagsneuling erst einmal in die Parlamentsarbeit in den Ausschüssen reinknien. Man muss sich erst ein gewisses Fachwissen aneignen, bevor man ein Ministerium führt. Wo das ansonsten endet, sieht man doch bei diesen überforderten FDP-Politikern, die mal dieses, mal jenes Ministerium leiten."

Erst im August war auf das Wahlkreisbüro von Schröder-Köpf in Hannover ein Anschlag verübt worden. Unbekannte hatten das Gebäude mit Steinen beworfen, die Fensterscheibe des Büros ging zu Bruch.

kha

insgesamt 24 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
alafesh 23.09.2012
1. Können wir die "Erbdemokratie" verhindern?
Zitat von sysopdapdDie SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf will bei einem der wichtigsten Projekte ihres Mannes, Ex-Kanzler Gerhard Schröder, nachjustieren. Die Agenda 2010 müsse nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr vollendet werden, sagte sie der "Bild am Sonntag". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,857416,00.html
Schröder, Müntefering, v.d.Leyen, Hohlmeyer. Was noch? (Frau Roth ist wohl hoffentlich kinderlos) Frau Schröder-Köpf wurde übrigens nicht gewählt, sondern nur ihr Name. Das hat so manchem SPD- Anhänger in Hannover die letzte Illusion genommen, daß Parteiarbeit zum (persönlichen) Erfolg führt. Hallo,SPD: Jeder schaufelt sich sein Grab, so gut er kann.
karl53 23.09.2012
2. Politische Erfahrung: Ja - Ehefrau
So, sie will zunächst kein Ministeramt übernehmen, da haben wir aber Glück gehabt. Sie hat "Zunächst" gesagt: Sollte man das etwa als Warnung verstehen. Mit anderen Worten: Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich war ihr Ehemann einmal Bundeskanzler, und Landesministerin müsste da schon drin sein. Der Gerd wird das schon machen. Schiedsrichter beim Fußballturnier seines Sohnes war unser Ex-Kanzler also. Es ist schön zu erfahren, was Herr Schröder in seiner Freizeit so alles unternimmt, wenn er mal nicht als Obergasableser für Gazprom unterwegs ist. Fußball ist ein schöner Vergleich: Es war schon eine schöne Blutgrätsche gegen die langjährige Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner die seit 1969 SPD-Mitglied ist. Wie es aussieht, gibt es einen neuen Trend in der SPD: Die jungen Ehefrauen der Parteipromis in den Land.- bzw. Bundestag zuschicken. Das ist zwar ein Affront, gegenüber Genossinnen wie Sigrid Leuschner, aber was soll es, gelangweilte Promi-Ehefrauen brauchen eine sinnvolle Beschäftigung. Zu hoffen ist, das der Wähler Frau Doris Schröder-Köpf bei der nächsten Landtagswahl die Rote Karte zeigen wird.
rhz75 23.09.2012
3. so so.....
Frau Doris Schröder Köpf möcht also "falsche Entwicklungen wie Kettenzeitverträge in der Leiharbeit abschaffen.". Frau Schröder Köpf sollte diese unsägliche Ausbeutungsmethode der Leiharbeit gleich ganz abschaffen bzw. dafür sorgen, das Leiharbeiter in der Lage sind ihren Lebensunterhalt ohne Hilfe vom Staat zu bestreiten, das Leiharbeiter in Zukunft in der Rente nicht vom Existenzminimum Leben müssen. Solange es in diesen Land Entscheidungsträger gibt, die im "Tal der Glückseeligen" leben, solange wird sich auch die Lage der Geringverdiener die vom System ausgebeutet werden nicht änden. Ein Vorschlag an alle "Ausbeuter" und an die, die es denen so einfach gemacht haben andere auszubeuten, lebt einfach einmal 6 Monate nur von dem was ein Leiharbeiter verdient und ernährt davon eine Familie.
sonntagskind87 23.09.2012
4. suboptimal
Ich lese immer "Landtagskandidatin". Soweit ich weiß, will Frau Schröder-Köpf in den Bundestag und ist Kandidatin für die Bundestagswahl. Quo vadis, SPON?
daslästermaul 23.09.2012
5. Ach Gottchen !!
Zitat von sysopdapdDie SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf will bei einem der wichtigsten Projekte ihres Mannes, Ex-Kanzler Gerhard Schröder, nachjustieren. Die Agenda 2010 müsse nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr vollendet werden, sagte sie der "Bild am Sonntag". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,857416,00.html
jetzt will uns also Frau Doris Schröder-Köpf auch noch mit ihrer geballten sozialdemokratischen Expertise bereichern ??!. Na dann : Prost Mahlzeit !!.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.