SPD-Präsidium Mehr Frauen als Männer

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und Baden-Württembergs Parteichefin Ute Vogt sind in das SPD-Präsidium gewählt worden. Kanzler Gerhard Schröder konnte dadurch seine Machtposition weiter ausbauen.


Gewählt: Ute Vogt, die von Schröder gefördert wurde
AP

Gewählt: Ute Vogt, die von Schröder gefördert wurde

Berlin - Vogts parteiinterner Aufstieg war von Schröder gefördert worden. Die Innenpolitik-Expertin wird in der SPD zu den pragmatischen Nachwuchs-Kräften gerechnet.

Mit Bulmahn gehören nun sieben der 13 Präsidiumsmitglieder dem Bundeskabinett an, eines mehr als bislang. In der Regel ist von Regierungsmitgliedern im SPD-Präsidium geringerer Widerstand gegen den Kurs des Kanzlers zu erwarten als von Mitgliedern des Gremiums ohne Bindung an das Kabinett.

Die Sprecherin der Parteilinken, Andrea Nahles, schaffte den Sprung in das höchste Parteigremium dagegen nicht. Auch die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF), Karin Junker, wurde nicht wiedergewählt. Ulrich Maurer, früherer SPD-Chef Baden-Württembergs und ebenfalls ein Vertreter der Parteilinken, verzichtete auf eine erneute Kandidatur.

Gewählt: Edelgard Bulmahn
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Gewählt: Edelgard Bulmahn

Erneut ins Präsidium gewählt wurden Familienministerin Christine Bergmann, Finanzminister Hans Eichel und Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Dem Präsidium gehören zudem automatisch SPD-Chef Schröder und seine fünf Stellvertreter sowie Generalsekretär Franz Müntefering und Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier an. Das Präsidium wird alle zwei Jahre neu gewählt. Dem Gremium gehören nun erstmals in der Geschichte der SPD mehr Frauen als Männer an.



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