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04. September 2019, 19:28 Uhr

SPD-Rennen um den Vorsitz

Lange und Ahrens verzichten auf Kandidatur

Da waren es nur noch 15 Bewerber: Das Duo Simone Lange und Alexander Ahrens hat gleich zu Beginn der Castingtour für den SPD-Vorsitz auf seine Kandidatur verzichtet - und will nun ein anderes Duo unterstützen.

Die Zahl der Bewerber um den SPD-Parteivorsitz schrumpft: Bei der ersten Regionalkonferenz der Partei zur Vorstellung der Kandidaten in Saarbrücken zogen die Oberbürgermeister von Flensburg und Bautzen, Simone Lange und Alexander Ahrens, ihre Doppel-Bewerbung zurück.

Sie wollten nun "mit aller Kraft" das Kandidatenteam aus dem früheren NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans und der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken unterstützen, sagte Lange. Walter-Borjans und Esken kämpften "wie kein anderer für Steuergerechtigkeit und mehr Demokratie", heißt es in einer Erklärung der beiden.

"Wir haben uns entschieden, die jetzt schon sehr guten Chancen für das Team zu unterstützen und bitten alle, die uns bis heute gestärkt haben, dies auch zu tun", schreiben Lange und Ahrens weiter.

Jetzt Unterstützung für Walter-Borjans und Esken

Beide wollten aber weiter an den Regionalkonferenzen teilnehmen und weiter Wahlkampf machen - jetzt eben für ein anderes Team, teilten sie mit. Lange und Ahrens hatten zuvor damit geworben, die SPD wieder näher an die Bürger bringen zu wollen. Lange, eine frühere Kriminalpolizistin, war im April 2018 bei der Wahl des Parteivorsitzes gegen Andrea Nahles angetreten und hatte einen Achtungserfolg von knapp 28 Prozent erzielt. Ahrens hatte die SPD zwischenzeitlich verlassen, trat 2017 aber wieder ein.

Der kommissarische Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel hatte die Regionalkonferenz zuvor eröffnet. "Es ist ein Wettbewerb um die besten Ideen, den wir stellvertretend für das Land führen", sagte er.

Schäfer-Gümbel zeigte sich erfreut über das große Interesse der Basis. "Die Hütte ist voll, die Menschen sind interessiert", sagte er. "Die Anmeldezahlen steigen so rasant, dass die Hallen, die bisher gebucht sind, zu klein sind." Nach Angaben von Generalsekretär Lars Klingbeil lagen für die Auftaktveranstaltung in Saarbrücken 600 Anmeldungen vor.

als/dpa/AFP

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