Langjähriger SPD-Politiker Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann ist tot

Er wurde nur 66 Jahre alt: SPD-Politiker Thomas Oppermann ist überraschend gestorben. Er ist bei TV-Arbeiten zusammengebrochen. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt.
Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (Archivfoto)

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (Archivfoto)

Foto: Thomas Trutschel / photothek.net / imago images

Die SPD trauert um Thomas Oppermann. Der Bundestagsvizepräsident ist überraschend gestorben. Wie der SPIEGEL erfuhr, sei er bei TV-Arbeiten mit dem ZDF zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt. Zuvor hatte ntv darüber berichtet.

"Die Nachricht vom plötzlichen Tode meines Kollegen und Genossen Thomas Oppermann erfüllt mich mit tiefer Trauer", schrieb Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auf Twitter. "Thomas hat sich mit Leidenschaft und Verstand um unser Land und die Sozialdemokratie verdient gemacht. Meine Gedanken sind bei seiner Familie."

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Oppermann war von 2013 bis September 2017 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag. Im Oktober desselben Jahres hatte er die Vizepräsidentschaft des Deutschen Bundestags übernommen.

Davor war er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1998 bis 2003 arbeitete Oppermann als Minister für Wissenschaft und Kultur in der niedersächsischen Landesregierung.

Erst Ende August hatte er erklärt, dass er bei der Wahl im September 2021 nicht mehr für den Bundestag kandidieren wird. "Nach 30 Jahren als Abgeordneter im niedersächsischen Landtag und im Deutschen Bundestag ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas anderes zu machen und mir neue Projekte vorzunehmen", begründete der SPD-Politiker damals seine Entscheidung.

Die Grünen gedenken des Verstorbenen

 Auch bei den Grünen hat der unerwartete Tod des SPD-Politikers Bestürzung ausgelöst. "Thomas Oppermann war ein überzeugter Demokrat, glühender Parlamentarier und leidenschaftlicher Sozialdemokrat", teilten die Bundestags-Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter am Montag mit.

"Und er war ein fröhlicher und verbindlicher Mensch, der immer auch wusste, dass es mehr als Politik gibt." Sie seien "zutiefst erschüttert und traurig" über den Tod des 66-Jährigen. Oppermann sei "mitten aus dem Leben gerissen" worden, ihre aufrichtige Anteilnahme gelte seiner Familie und seinen Freunden.

jok/asc/dpa

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