SPD-Chefs Esken und Walter-Borjans Die Spitzengenossen und ihr Spitzenverdienst

Die SPD muss sparen, doch die Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans kassieren nach SPIEGEL-Informationen hohe Aufwandsentschädigungen. In der Partei stößt das auf Unverständnis.
SPD-Vorsitzende Walter-Borjans und Esken: "Gesundes Bauchgefühl"

SPD-Vorsitzende Walter-Borjans und Esken: "Gesundes Bauchgefühl"

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Kay Nietfeld/ dpa

Vor Kurzem hat die SPD einen Sparhaushalt beschlossen, der es in sich hat: Zehn Millionen Euro wird die SPD im kommenden Bundestagswahlkampf weniger ausgeben als im Jahr 2017. Erstmals sinke die Zahl der Stellen im Willy-Brandt-Haus, sagte Schatzmeister Dietmar Nietan im SPIEGEL-Interview: "Bis 2023 werden wir die Personalausgaben spürbar senken."

Die Parteivorsitzenden sind davon aber offenbar ausgenommen. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, seit Dezember im Amt, bekommen trotz der Finanznot der Partei stattliche Bezüge. Auf ihrer Abgeordneten-Webseite gibt Saskia Esken an, von der SPD eine "monatliche Aufwandsentschädigung" in Höhe von 9000 Euro zu erhalten. Diesen Betrag erhält sie zusätzlich zu ihren Abgeordnetendiäten von 10.083,47 Euro im Monat. Auch Norbert Walter-Borjans bekommt nach SPIEGEL-Informationen eine Aufwandsentschädigung. Eine Sprecherin der Partei teilte auf Anfrage mit, die Aufwandsentschädigung der beiden Parteivorsitzenden orientiere sich an den Regelungen und in der Höhe an den Zahlungen für die Vorgänger. Durch Verzicht von einem Zehntel falle sie niedriger als die Standardentschädigung aus. Walter-Borjans dürfte als ehemaliger Landesfinanzminister und Ex-Staatssekretär auf ein hohes Ruhegehalt kommen.

Das Geld stehe ihnen zu, heißt es im Umfeld von Esken und Walter-Borjans. Als Parteivorsitzende hätten sie schließlich auch mehr Aufwand. Ob die üppige Zahlung an die Vorsitzenden in Zeiten der sehr schwierigen finanziellen Lage der Partei allerdings politisch klug ist, ist eine andere Frage.

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