Trotz Merkel-Entscheidung SPD will Kanzlerkandidat im Januar küren

Angela Merkel tritt erneut an, dennoch bleibt die SPD in der K-Frage bei ihrem Zeitplan: Im Parteipräsidium gab es keine Einwände dagegen, erst Ende Januar darüber zu entscheiden.
SPD-Politiker Schulz, Gabriel (rechts)

SPD-Politiker Schulz, Gabriel (rechts)

Foto: Gregor Fischer/ picture alliance / dpa

Die SPD will dem Druck nicht nachgeben: Im Parteipräsidium hat man entschieden, bei dem bisherigen Zeitplan über eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur zu bleiben. Es habe von niemandem Einwände dagegen gegeben, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Das Präsidium ist das höchste Gremium der SPD.

Nachdem CDU-Chefin Angela Merkel am Sonntag bekanntgegeben hatte, dass sie erneut als Kanzlerkandidatin für die Union in den Bundestagswahlkampf ziehen will, ist die SPD unter Zugzwang in der Frage, wer gegen Merkel antritt. Nach bisherigem Stand kommen dafür Parteichef Sigmar Gabriel und der Chef des Europaparlaments, Martin Schulz, infrage.

Gabriel hat als Parteichef den ersten Zugriff. Schulz werden zudem nach wie vor Ambitionen auf eine weitere Amtszeit als Parlamentspräsident nachgesagt. Den Posten beansprucht allerdings die konservative Europäische Volkspartei.

flo
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