Trotz Merkel-Entscheidung SPD will Kanzlerkandidat im Januar küren

Angela Merkel tritt erneut an, dennoch bleibt die SPD in der K-Frage bei ihrem Zeitplan: Im Parteipräsidium gab es keine Einwände dagegen, erst Ende Januar darüber zu entscheiden.

SPD-Politiker Schulz, Gabriel (rechts)
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SPD-Politiker Schulz, Gabriel (rechts)


Die SPD will dem Druck nicht nachgeben: Im Parteipräsidium hat man entschieden, bei dem bisherigen Zeitplan über eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur zu bleiben. Es habe von niemandem Einwände dagegen gegeben, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Das Präsidium ist das höchste Gremium der SPD.

Nachdem CDU-Chefin Angela Merkel am Sonntag bekanntgegeben hatte, dass sie erneut als Kanzlerkandidatin für die Union in den Bundestagswahlkampf ziehen will, ist die SPD unter Zugzwang in der Frage, wer gegen Merkel antritt. Nach bisherigem Stand kommen dafür Parteichef Sigmar Gabriel und der Chef des Europaparlaments, Martin Schulz, infrage.

Gabriel hat als Parteichef den ersten Zugriff. Schulz werden zudem nach wie vor Ambitionen auf eine weitere Amtszeit als Parlamentspräsident nachgesagt. Den Posten beansprucht allerdings die konservative Europäische Volkspartei.

flo

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Freidenker10 21.11.2016
1.
Die Kandidatenkür kann man sich auch getrost sparen! Die SPD wird doch längst nicht mehr als soziale Partei wahrgenommen sondern als Partei der Postenschacherei und vielleicht noch als Steigbügelhalter Merkels. Ob da nun Schulz oder Gabriel oben stehen, wird nichts an den zu erwartenden 20-22% ändern! Am Ende wird es nur für die CDU/SPD zusammen reichen und der alte Käse geht 4 Jahre weiter.
jojack 21.11.2016
2. Nichts gelernt?
Das Aufgebot für die Spitzenkandidaturen von Union und SPD wird also Merke und Gabriel oder Schulz lauten. Ein besseres Geschenk hätten die demokratischen Parteien den Demagogen der Linkspartei und der AfD gar nicht machen können.
franz.v.trotta 21.11.2016
3. Wenig kooperativ die SPD
Es ist wirklich unverschämt von der SPD, dass sie den Namen ihres Kanzlerkandidaten vorerst geheim hält. Das bringt die Merkel-Anhänger und -Förderer in den Chefetagen der großen Medienkonzerne und TV-Anstalten in die unangenehme Situation, dass sie gar nicht wissen, gegen wen sie loslegen sollen. Ein bisschen Fairness müsste man auch von der SPD erwarten können.
didi2212 21.11.2016
4. Klar,
und im Januar steht sicherlich auch fest, ob Schulz seinen bisherigen Job behalten kann. Auf der politischen Ebene kann man sich die Jobs noch aussuchen. Eignung? ... uninteressant!!!
fabi.c 21.11.2016
5. Appel Appel....
an die SPD. Wenn ihr wollt,dass Euere Kanzlerkandidat auseinander genommen wird,dann kürt Eueren Kandidaten in Januar. Habt Ihr,vergessen wie die Presse Eueren Kandidaten beim letzten mal auseinander genommen hat. Die Christlichen haben keine andere Wahl außer Frau Merkel. Lieber abwarten und Tee trinken, bevor man sich in die Karten schauen lässt. Kürt Eueren Kandidaten Im Frühjahr.
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