Spendenaffäre Herzog berät die CDU

In der Spendenaffäre steht CDU-Chef Wolfgang Schäuble heftig unter Druck. Nun greift er auf "hochrangige und unabhängige" Persönlichkeiten zurück. Neben dem Ex-Bundespräsidenten sollen auch der frühere Bundesbankpräsident Tietmeyer und der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof als Berater für die CDU tätig sein.


Berlin - Die drei hätten sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen, erklärte der CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble am Freitag in Berlin. Empfehlungen werde die Kommission beim Bundesparteitag im April in Essen unterbreiten.

Roman Herzog soll die CDU-Spendenaffäre untersuchen
DPA

Roman Herzog soll die CDU-Spendenaffäre untersuchen

Die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young arbeiteten mit Nachdruck an der Aufklärung der finanziellen Unklarheiten in den Rechenschaftsberichten der Partei, erklärte Schäuble. Die CDU dränge darauf, dass der Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer so bald wie möglich vorgelegt werden könne.

Die Fehler der Vergangenheit dürften sich nicht wiederholen, erklärte Schäuble. "Deshalb müssen wir so rasch wie möglich alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen." Zu diesem Zweck werden die Kommission "hochrangiger und unabhängiger Persönlichkeiten" eingesetzt. Sie werde die CDU auf der Grundlage des Abschlussberichts der Wirtschaftsprüfer darüber beraten, welche Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen seien.

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Schäuble vor dem Aus?

Wolfgang Schäuble hat eingeräumt, stärker als bisher angenommen in die Spendenaffäre verwickelt zu sein. Sollte der CDU-Chef die Konsequenz ziehen und zurücktreten?



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