Betrifft Titel, Österreich, Kronprinz Haakon


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Heft 21/2019
Angela Merkels apokalyptischer Blick auf die Lage der Welt

Es war immer die große Kunst Angela Merkels, die Deutschen zu beruhigen. Als sie sich im Jahr 2013 zum dritten Mal als Kanzlerin bewarb, tat sie dies im Grunde mit nur einem Satz: "Sie kennen mich." Aber stimmt das auch? Redakteur René Pfister hat Merkel über viele Jahre begleitet, auch bei Reisen nach Afrika, in die USA, nach China und Russland. Der Blick Merkels auf die Weltlage, so Pfister, hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert. Abseits der Mikrofone schlug sie immer wieder einen apokalyptischen Ton an, sie verglich die Situation von heute mit der vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618, der dann weite Teile Europas zerstört hat. Doch was folgt aus dieser düsteren Analogie? "Merkel verhält sich seltsam paradox", sagt Pfister. "Ihre Sicht auf die Lage könnte kaum pessimistischer sein, aber für ihre praktische Politik hat das so gut wie keine Konsequenzen."

Pfister, Merkel in Berlin
Urban Zintel / DER SPIEGEL

Pfister, Merkel in Berlin


Redakteur Martin Knobbe hörte vor einiger Zeit, dass es heimlich aufgenommene Videos geben soll, die zeigen, wie der heutige Vizekanzler Österreichs, der FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache, und sein Parteifreund Johann Gudenus einer angeblichen russischen Multimillionärin öffentliche Aufträge in Aussicht stellen, im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung im Wahlkampf. Knobbe glaubte zunächst an eine Verschwörungstheorie, doch dann bekam er die Videos zugespielt, gemeinsam mit Wolf Wiedmann-Schmidt und anderen Kollegen wertete er sie aus. Da auch die "Süddeutsche Zeitung" das Material erhielt, vereinbarten die Redaktionen, bei der Recherche zusammenzuarbeiten. Die Aufnahmen zeigen ein gut sechsstündiges Treffen in einer Villa auf Ibiza, bei dem Strache zwischen Wodka/Red Bull und Thunfischtatar seine Bereitschaft offenbart, mit russischem Schwarzgeld einen Vorteil gegenüber dem politischen Gegner zu erlangen. Was die FPÖ-Politiker nicht wussten: Das Angebot der angeblichen Millionärin wurde nur zum Schein unterbreitet, um zu sehen, wie weit sie gehen würden. Es war eine Falle. Walter Mayr, langjähriger Österreich-Korrespondent des SPIEGEL, schrieb die delikate Affäre auf, die in der Auflage für Österreich das Titelstück stellt. Mayr: "Die Videos wirken wie der Werkstattbericht aus einer Bananenrepublik."

Deutsche, österreichische Ausgabe, Knobbe
Ole Witt / DER SPIEGEL

Deutsche, österreichische Ausgabe, Knobbe


Noch bevor die Redakteure Alexander Jung und Alexander Kühn ihre erste Frage stellten, begann der norwegische Kronprinz Haakon von seiner Liebe zu Elektroautos zu schwärmen. Norwegen ist einer der größten europäischen Lieferanten von Öl und Erdgas, aber auch ein Vorbild in grüner Energie. Am kommenden Freitag wird Haakon deshalb nach Berlin reisen, wo er bei einem Umweltfestival einen Preis für Nachhaltigkeit verleiht. Die SPIEGEL-Redakteure besuchten ihn vorab im königlichen Schloss in Oslo. Das Gespräch wurde auf Englisch geführt. Erst danach erzählte Haakon von seinen Deutschkenntnissen und davon, wie er diese verbessern konnte: Während seiner Ausbildung bei der Marine habe er den deutschen Spielfilm "Das Boot" gesehen - und regelmäßig den SPIEGEL gelesen.

Jung, Kronprinz Haakon, Kühn in Oslo
Jeppe Bøje Nielsen / DER SPIEGEL

Jung, Kronprinz Haakon, Kühn in Oslo

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