Betrifft Boris Johnson, Flüchtlinge, China


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Heft 30/2019
Wie Boris Johnson seine Landsleute gegen Europa aufstachelt

Als sich Jörg Schindler, Großbritannienkorrespondent, erstmals intensiver mit Boris Johnson befasste, stand ihm dieser in Unterhosen gegenüber. Es war auf dem Fringe-Festival in Edinburgh, 2017, wo sich die Besucher des "Brexit-Musicals" köstlich über diese Witzfigur der britischen Politik amüsierten, die ihre beste Zeit hinter sich zu haben schien. Johnson, damals immerhin Außenminister, taugte noch als menschlicher Wackeldackel und Spielzeugpuppe für Hunde. Seine Tory-Kollegen im Parlament rollten mit den Augen, wenn Schindler sie auf Johnson ansprach, und antworteten auf die Frage, wer nach Theresa May Premierminister werden würde: "Anyone but Boris."

Nächste Woche nun wird ebenjener Boris sehr wahrscheinlich in 10 Downing Street einziehen. "Die Konservativen sind über den Brexit so verzweifelt, dass sie einen Harlekin zum Heiland verklären", sagt Schindler. Für das SPIEGEL-Cover wurde ein Porträt von Johnson verfremdet, angelehnt an Alfred E. Neumann, die Titelfigur der Satirezeitschrift "Mad".

Schindler, "MAD"-Cover
Finbarr OReilly / DER SPIEGEL; MAD

Schindler, "MAD"-Cover


Der marokkanische Flüchtling Abdull S., 21, und die SPIEGEL-Redakteurin Katrin Elger kennen sich seit einem Gerichtstermin in Trier vor zwei Jahren. S. musste sich dort wegen gefährlicher Körperverletzung und Raub verantworten. Über Facebook hielt er den SPIEGEL auf dem Laufenden, wie sein Leben seitdem weiterging. Nachdem S. in diesem Frühjahr zum zweiten Mal abgeschoben worden war, besuchten Elger und der Fotograf Julian Busch ihn im marokkanischen Küstenort Fnideq, von wo aus er seine nächste illegale Einreise nach Europa plant. Vor Ort, bei einem Mietwagenhändler, sollte Elger ihren Reisepass als Pfand hinterlegen, was sie für keine gute Idee hielt. Doch Abdull S. grinste nur und sagte: "Frau Elger, du musst dir echt keine Sorgen machen. Ich reise immer ohne Papiere."

Abdull S., Elger
Julian Busch/ Der Spiegel

Abdull S., Elger


Jahrzehntelang galt Hongkong unter Chinas Städten als Vorbild an Wirtschaftskraft und Lebensqualität. Nun will Peking das Perlflussdelta, den größten Ballungsraum der Welt, zu einer modernen Megacity zusammenfassen, die es mit Chicago, der Bay Area um San Francisco und Tokio aufnehmen soll. Hongkong fällt in diesem Plan nur noch die Rolle eines wichtigen Finanzplatzes zu. Chinakorrespondent Bernhard Zand reiste durch das Delta und sprach mit Befürwortern dieses Vorhabens und Gegnern wie dem Hongkonger Studentenführer Joshua Wong, 22. Für ihn zielt Pekings Plan darauf ab, seinen Einfluss auf die 1997 an China zurückgegebene ehemalige britische Kronkolonie zu vergrößern. "Wenn Peking die Menschen in Hongkong übergeht, steht das Projekt als Ganzes auf dem Spiel", sagt Zand.

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