Betrifft Clan-Kriminalität in Berlin, Widerstand im Sudan


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Eine Richterin am Amtsgericht Berlin-Spandau wunderte sich Ende April über das Medieninteresse an ihrem Fall: zwei Kamerateams, drei Reporter? War das nicht ein normaler Nachbarschaftsstreit in einem Mehrfamilienhaus, den sie zu verhandeln hatte? Nein, war es nicht. Reporter Jürgen Dahlkamp klärte sie hinterher auf, dass es um ein Mitglied des berüchtigten Rammo-Clans ging, das den anderen im Haus das Leben zur Hölle machte. Und dass jede Zeugenaussage der Nachbarn daher eine Mutprobe war. Im Prozess war zuvor von Clan keine Rede gewesen.

Jagodschinski, Sohn Janis, Dahlkamp
Thomas Lobenwein/ DER SPIEGEL

Jagodschinski, Sohn Janis, Dahlkamp

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Heft 20/2019
Warum dem deutschen Wirt­schafts­wun­der ein jähes Ende droht...

Mit den Kollegen Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer von SPIEGEL TV sowie Gunther Latsch und Jörg Schmitt vom SPIEGEL-Investigativteam trug Dahlkamp Szenen eines jahrelangen Kampfes zusammen, in dem brave Bürger wie Hildegard Jagodschinski und ihr Sohn Janis einem Mann ausgesetzt sind, der offenbar nach eigenen Gesetzen lebt. Erst am vergangenen Mittwoch rückte die Polizei zu einer Razzia an. Doch der Clan-Mann zeigte sich wenig beeindruckt. Während ein Polizeisprecher SPIEGEL TV vor dem Haus ein Interview gab, stellte er sich ins Bild. Mit Sonnenbrille. Stumm. Regungslos. Bedrohlich.

Kuntz in Khartum
Daniel Etter/ DER SPIEGEL

Kuntz in Khartum

Am 11. April wurde im Sudan Geschichte geschrieben - massive Straßenproteste brachten den Diktator Omar al-Baschir zu Fall, der rund 30 Jahre lang das Land beherrscht hatte. Einen Monat später ist die Lage fragil, Militär und Opposition ringen um die Macht. Redakteurin Katrin Kuntz und Fotograf Daniel Etter reisten in die Hauptstadt Khartum, um die Hintergründe der Proteste zu verstehen. Sie verbrachten viel Zeit rund um das Militärhauptquartier, wo jeden Tag Tausende Menschen mit einer Sitzblockade für eine zivile Regierung kämpfen. Dort trafen sie sechs Freunde, die den Widerstand in einem der zahlreichen "Nachbarschaftskomitees" geplant hatten. Der Anführer dieser Zelle erzählte, wie sie in seinem Haus den Fall des Diktators vorbereitet hatten. "Ohne diese kleinen Gruppen des Widerstands in den Vierteln wäre der Druck der Straße nicht so schnell gewachsen", sagt Kuntz.

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