Betrifft "Islamischer Staat", Nato, C&A, Attenborough


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Reuter, van Wessel
Eddy van Wessel / DER SPIEGEL

Reuter, van Wessel

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Heft 14/2019
Der bizarre Streit um den Schutz unserer Kinder

Baghus - kaum jemand hatte von dem Ort, der im äußersten Osten Syriens liegt, zwischen Euphrat und Wüste, je zuvor gehört. Für den "Islamischen Staat" (IS), dessen Schreckenskalifat in Baghus seine letzte Zuflucht und nun seinen Untergang fand, war es das Ende der Welt. Aber auch für Reporter Christoph Reuter war es eine seiner gespenstischsten Reisen. Kein Mensch mehr weit und breit, die Häuser verlassen, manche zerstört und vor allem: vermint. Überall hatte der IS auf seinem Rückzug Sprengfallen hinterlassen. Das SPIEGEL-Team mit Reuter und dem Fotografen Eddy van Wessel quartierte sich mit Kollegen von CNN, AP und "Le Monde" in einem verlassenen Bauernhof ein, auch in der Nähe lauerten Gefahren: "Tage, bevor wir kamen, war ein kurdischer Kämpfer zwei Häuser weiter beim Brennholzsammeln auf eine Mine getreten und wäre fast verblutet", berichtet Reuter, "selbst bevor man austreten ging, musste erst einmal geklärt werden: Bis zu welchem Baum sind die Minen geräumt worden?"


Am Ende ihrer Recherche waren die Redakteure Konstantin von Hammerstein und Christiane Hoffmann fast ein wenig erschrocken. So düster hatten sie die Lage nicht eingeschätzt. Für ihre Geschichte über den 70. Geburtstag der Nato trafen sie sich in Berlin, Brüssel, München und Kabul mit Ministern, Politikern, Generälen, hohen Beamten und Wissenschaftlern. Viele von ihnen halten ein Ende des Militärbündnisses für denkbar, einige sogar für wahrscheinlich. "Und auch die Schuldigen stehen schon fest", sagt Hammerstein, "es sind Donald Trump und die Deutschen."


Salden
Iris Carstensen / DER SPIEGEL

Salden

In Mettingen, wo die Familie Brenninkmeijer mehrere Guts - häuser besitzt, gibt es wenig, wofür die Multimillionäre hinter dem Unternehmen C&A kein Geld gegeben haben: Kirche, Schwimmbad, Museum, Krankenhaus, Reitanlage - für alles ist gesorgt, wenn Mitglieder des kosmopolitischen Clans aus Brasilien, China oder Australien anreisen. Die Recherche vor Ort fühlte sich für Redakteurin Simone Salden oft so an, als spürte sie einem Geheimbund oder einer Sekte nach. Man erzählte ihr Geschichten von fröhlichen Familienfeiern, aber auch von Dramen hinter hohen Mauern. "Der Satz ›Unter jedem Dach ein Ach‹", so Salden, "bekommt in dieser streitbaren Familie und in dieser Stadt eine ganz besondere Bedeutung."


Goos, Schindler, Attenborough
Chris Gloag / DER SPIEGEL

Goos, Schindler, Attenborough

Kein anderer Naturforscher und -filmer ist derzeit so gefragt wie David Attenborough. Selbst im Alter von 92 Jahren sind seine Tage gefüllt mit Terminen. Gerade hat er eine Netflix-Serie fertiggestellt, die am 5. April startet; er trifft sich mit Politikern und Klimaexperten, mit Journalisten und Ratsuchenden aus aller Welt. Seine eigene Bedeutung spielt er dabei mit britischem Understatement herunter. Sein Leben sei doch völlig unerheblich, sagte er den Redakteuren Jörg Schindler und Hauke Goos, als sie ihn in seinem Londoner Haus besuchten. Uneitel ist er auch: Als den beiden Gästen ein Hut auf einem Regal auffiel, mit Perlen geschmückt und mit Leopardenzähnen verziert, holte er ihn herunter und setzte ihn auf. "Seine Lebensleistung", sagt Schindler, "besteht darin, so ziemlich jedes Geschöpf auf diesem Planeten mit derselben Begeisterung porträtiert zu haben."

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