Betrifft Der Fall Lübcke, Kristina Vogel, Braunkohledorf


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Matthias Bartsch
Julian Rettig

Matthias Bartsch

Titelbild
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Heft 26/2019
Vater, Nachbar, Killer? Der neue Terror von rechts

Warum musste der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke sterben, getötet auf seiner Terrasse per Kopfschuss? Der Generalbundesanwalt stuft den Fall als rechtsextremistisches Attentat ein, der Hauptverdächtige Stephan E. schweigt bisher. Ein Team von SPIEGEL- und SPIEGEL-TV-Redakteuren hat sich auf die Suche nach dem rechten Netzwerk gemacht, das E. geholfen haben könnte. Sie stöberten rechtsextreme Kameraden aus früheren Jahren auf, die sich mit dem Tatverdächtigen solidarisierten. Einer postete nach dessen Festnahme im Netz: "Freiheit für alle Nationalisten". Redakteur Matthias Bartsch war in der Kasseler Siedlung unterwegs, in der der Familienvater Stephan E. lebte. "Gepflegte Gärten, Rasen mähende Großväter, spielende Kinder", so Bartsch, "es fällt schwer, sich vorzustellen, dass von hier rechter Mordterror im Land verbreitet werden sollte." Redakteur Wolf Wiedmann-Schmidt, zuständig für innere Sicherheit, hat den Titeltext zusammengefügt. Er sagt: "Sollte sich bestätigen, dass der Mord an Walter Lübcke das erste tödliche Attentat eines Rechtsextremen auf einen Politiker seit 1945 war, wäre das eine Zäsur. Die Gefahr wird immer weniger berechenbar. Auf den Hass, der sich in den Echokammern des Internets bis zum Terror aufschaukelt, haben die Sicherheitsbehörden bisher keine Antwort gefunden.


Maurice Weiss, Kristina Vogel, Antje Windmann
DER SPIEGEL

Maurice Weiss, Kristina Vogel, Antje Windmann

Vor einem Jahr verunglückte die Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel, 28, beim Training in Cottbus schwer. Zwei Monate später machte sie in einem Interview mit dem SPIEGEL (37/2018) öffentlich, dass sie querschnittgelähmt ist. "Ich vergleiche mich mit einem Baby, das lernen muss, sich selber zu drehen und aufzusetzen", sagte sie damals. Redakteurin Antje Windmann und der Fotograf Maurice Weiss haben sie seitdem auf ihrem Weg zurück in den Alltag begleitet. Termine mit ihr zu finden war nicht immer einfach. Wahlkampf, Vorträge, TV-Auftritte, Reha - Vogel gibt inzwischen wieder Vollgas, als wäre nicht viel passiert. "Sie ist extrem hart zu sich", sagt Windmann. "Andererseits, permanent beschäftigt zu sein hat auch den Effekt: Es bleibt kein Raum zum Nachdenken.


Barbara Supp
Johannes Arlt/ DER SPIEGEL

Barbara Supp

Keyenburg, vor ein paar Jahren knapp 900 Einwohner, ein Dorf in der Nähe von Mönchengladbach, soll bis 2023 dem Braunkohletagebau weichen, obwohl der Kohleausstieg schon beschlossen ist. Die neue Siedlung wird gerade gebaut, erste Bürger ziehen um. Reporterin Barbara Supp hat am alten Standort das letzte Schützenfest besucht und mit Menschen gesprochen, die angesichts des Massenprotests gegen den Braunkohletagebau wieder Hoffnung schöpfen, bleiben zu können. Sie traf aber auch solche, die wollen, dass die Umsiedlung zügig vorangeht. Eine der Fragen, die sich Supp stellte, war: Lässt sich Heimat überhaupt verpflanzen? Nach ihrem Besuch in Keyenburg sieht sie es so: "Die Heimat war ein Dorf, und mit ihm geht sie verloren. Was neu entsteht, sind Siedlungen."

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