SPIEGEL-Umfrage Union stoppt Abwärtstrend

Etwas mehr als eine Woche vor der Bundestagswahl bleiben Unionsparteien und SPD in der Wählergunst nah beieinander – der Aufstieg der SPD scheint zu Ende.
Kanzlerkandidaten Laschet (CDU), Scholz (SPD): Enges Rennen der Parteien

Kanzlerkandidaten Laschet (CDU), Scholz (SPD): Enges Rennen der Parteien

Foto: CLEMENS BILAN / POOL / EPA

CDU und CSU stabilisieren sich, wenn auch auf niedrigem Niveau. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den SPIEGEL erreichen die Unionsparteien 23 Prozent in der Sonntagsfrage. Die SPD liegt bei 25 Prozent. Somit verharren die Parteien bei den Werten der Vorwoche.

Damit scheint sich die Entwicklung der vergangenen Wochen nicht fortzusetzen, in denen die SPD stetig zulegte und die Union sich entsprechend nach unten entwickelte.

Hintergründe zur Civey-Methodik lesen Sie hier.

Die Zustimmung für die Grünen bleibt stabil bei 17 Prozent. Für die Linke würden ebenfalls wie in der Vorwoche sechs Prozent der Befragten stimmen.

Kleine Veränderungen zeigen sich bei der FDP, die einen Punkt hinzugewinnt, sowie der AfD, die einen Punkt verliert. Diese Bewegungen liegen innerhalb des statistischen Fehlers von 2,5 Prozentpunkten, ein Trend lässt sich daraus nicht ableiten.

Die stabilen Werte könnten unter anderem auch damit zusammenhängen, dass für mehr als drei Viertel der Befragten ihre Wahlentscheidung schon feststeht. Das hatte eine Civey-Umfrage für den SPIEGEL aus der Vorwoche ergeben.

Die Zustimmung zu den Parteien ist in den Altersgruppen höchst unterschiedlich. Bei den unter 40-Jährigen sind die Grünen stärkste Kraft, bei den 40- bis 65-Jährigen die SPD.

Die Union hat nur in der – allerdings zahlenmäßig großen Gruppe – der über 65-jährigen Wähler laut der SPIEGEL-Umfrage die höchsten Werte. In allen Altersgruppen hat die SPD im Verlauf der vergangenen Monate deutlich hinzugewonnen.

anr
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