Spitzenkandidat Lafontaine führt Saarland-Linke im Wahlkampf

Oskar Lafontaine zieht es noch einmal an die Spitze: Der 73-Jährige soll die Linke im Saarland führen. Dafür allerdings stellte der frühere Linkspartei-Vorsitzende zuvor Bedingungen.

Der ehemalige Parteichef der Linken, Oskar Lafontaine
DPA

Der ehemalige Parteichef der Linken, Oskar Lafontaine


Oskar Lafontaine wird die Linke im Saarland doch wieder in die Landtagswahl führen. Auf einer Landesmitgliederversammlung in Saarbrücken wählten am Samstag gut 89 Prozent der Abstimmenden den 73-Jährigen auf Platz eins der Landesliste. Lafontaine hatte mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur lange gezögert. Die Wahl steht im März 2017 an.

Das Saarland brauche einen Regierungswechsel, sagte der Linksfraktionschef im saarländischen Landtag mit Blick auf die derzeitige große Koalition. Er habe sich entschieden, bei der Wahl ins Rennen zu gehen, "weil ich mit der Landespolitik nicht mehr einverstanden bin, und weil ich zutiefst davon überzeugt bin, wir sollten jetzt den Versuch unternehmen, uns an der Regierung zu beteiligen, um frischen Wind in die Landespolitik zu bringen".

Lafontaine machte die Führung der Saar-Linke in der Wahl jedoch von einer Bedingung abhängig: Er wolle nur dann unterschreiben, wenn die Mitglieder seinen Vertrauten und ehemaligen Regierungssprecher Jochen Flackus auf einen sicheren Listenplatz setzten, schrieb die "Saarbrücker Zeitung" und zitierte Lafontaine mit den Worten: "Alle wissen, unter welchen Bedingungen sie wählen."

Der frühere SPD- und dann Linkspartei-Vorsitzende geht damit zum dritten Mal als Spitzenkandidat der Saar-Linken ins Rennen. Bei der Landtagswahl 2012 kam die Partei auf 16,1 Prozent, 2009 auf 21,3 Prozent. Laut einer Forsa-Umfrage vom November könnten die Linken derzeit mit 15 Prozent rechnen.

kig/dpa



insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Pride & Joy 19.11.2016
1. legitim
Vollkommen legitim, wenn Lafontaine Bedingungen stellt, denn man kann politisch nur erfolgreich arbeiten, wenn man sich auf sein Team verlassen kann. Ich wünsche den Genossen alles Gute!
jkbremen 19.11.2016
2. Furchtbar diese Politrentner
Schrecklich, diese alten Säcke, die sich für unersetzlich halten und einfach nicht aufhören können. Wer um Gottes Willen will denn noch was von Lafontaine hören oder sehen ? Und in der Tat: Es muss schrecklich um die Linke im Saarland stehen wenn die so ein uraltes Ross satteln und sich von dem ( offenbar beschäftigungslosen) Politrentner Lafontaine noch was vorschreiben lassen.
hansriedl 19.11.2016
3. Wer,
wenn nicht Lafontaine könnte den linken einen Schub geben. Wenn sich sogar alte Hasen zurück melden um einiges an der Politik zu ändern. Mit Lafontaine an der Spitze der linken ist ein Mann der weis was schon lange falsch läuft. Mit ihm und Sarah sind die linken eine wählbare Partei, die Stimmen aus allen Lagern, besonders der AFD holen könnte.
j.igelmann 19.11.2016
4. Nur wer Mut hat, schafft auch was und Oskar hatte immer Mut!
Eins vorweg, all diejenigen, wie etwa jkbremen, müssen sich fragen lassen was sie in Ihrem Leben fürs Volk oder überhaupt geleistet haben, bevor sie dumme sinnlose Sprüche verbreiten. Nun zur Wahl von Oskar. Wenn die Deligierten es so wünschen und Oskar ist bereit dazu, dann nur zu und auf in den politischen Kampf. In Deutschland läuft vieles aus dem Ruder. Beispiele, Grenzsicherung eine Farce, Sicherheit wg. fehlender Polizisten eine Farce, Gesetze
j.igelmann 19.11.2016
5. Nur wer Mut hat, schafft auch was und Oskar hatte immer Mut!
Eins vorweg, all diejenigen, wie etwa jkbremen, müssen sich fragen lassen was sie in Ihrem Leben fürs Volk oder überhaupt geleistet haben, bevor sie dumme sinnlose Sprüche verbreiten. Nun zur Wahl von Oskar. Wenn die Deligierten es so wünschen und Oskar bereit dazu ist , dann nur zu und auf in den politischen Kampf. In Deutschland läuft vieles aus dem Ruder. Beispiele, Grenzsicherung eine Farce, Sicherheit wg. fehlender Polizisten eine Farce, Gesetze werden von der Industrie geschrieben. Lobbyisten haben das Sagen, Bänker, Industrie Manager betrügen, aber pochen auf Boni usw. usw. Schaut man nach Amerika, da reibt man sich die Augen, da hat das Volk die unter der Käseglocke abgewählt. Die deutsche gleichgeschaltete Presse hat jämerlich versagt, weil sie selbst unter der Käseglocke sitzen. Wer noch bei klarem Verstand ist muss dafür eintreten, dass sich hier etwas ändert. Solange Rentner darben und CSU/CDU den Superreichen die Taschen füllen und Schäuble Tafelsilber wie -Autobahnen- in diese Taschen schieben will, solange braucht es Protest und Zorn. Der Zorn kann gar nicht groß genug sein! Glückauf Oskar und den Saarländern.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.