Streitfall Atomendlager Nun doch kein Spitzentreffen

Mit einem Spitzentreffen am Montag wollte man einen Ausweg aus dem Gorleben-Dilemma finden - aber nun soll die Zusammenkunft doch nicht stattfinden. Die neue rot-grüne Regierung in Niedersachsen besteht darauf, dass Gorleben bei der Suche nach einem Atomendlager ausgeklammert wird.
Hinweisschild: Wird der niedersächsische Salzstock bei der Endlagersuche ausgeklammert?

Hinweisschild: Wird der niedersächsische Salzstock bei der Endlagersuche ausgeklammert?

Foto: dapd

Berlin - Bundesregierung und Opposition wollen sich nun doch nicht auf Spitzenebene in Berlin treffen, um bei der Suche nach einem Atommüllendlager eine Lösung im Streit um den Salzstock Gorleben zu finden. "Ein solches Treffen findet am Montag nicht statt und ist auch in absehbarer Zeit nicht terminiert", sagte ein Sprecher von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Grünen-Fraktionssprecher Michael Schroeren sagte, so ein Treffen würde auch nur Sinn machen, wenn sich die neue Regierung in Niedersachsen konstituiert habe.

Hintergrund ist, dass die neue Regierung in Hannover den Standort Gorleben bei der Suche ausklammern will. Nachdem SPIEGEL ONLINE über das Treffen berichtet hatte, war es auch der Nachrichtenagentur dpa zunächst bestätigt worden. Später hieß es jedoch, das Gespräch finde nicht statt.

flo/vme/phw/dpa