SPON-Wahltrend SPD stürzt unter 17 Prozent

Das Chaos in der SPD zeigt Wirkung beim Wähler. Im SPON-Wahltrend geht es für die Sozialdemokraten nach unten: Weniger als 17 Prozent würden sich derzeit für die Partei entscheiden.
SPD-Fraktionschefin Nahles, SPD-Parteivorsitzender Schulz

SPD-Fraktionschefin Nahles, SPD-Parteivorsitzender Schulz

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / Oliver Berg/dpa

Streit über die Regierungsbeteiligung, Sigmar Gabriels Breitseite gegen die Parteispitze, der Rückzug des Martin Schulz, Ärger um seine potenzielle Nachfolgerin Andrea Nahles - die SPD zerlegt sich, und das lässt den Wähler nicht kalt. Daran ändert auch das aus Genossen-Sicht ordentliche Ergebnis aus den Koalitionsverhandlungen nichts.

Im neuesten SPON-Wahltrend müssen die ohnehin schon gerupften Sozialdemokraten ordentlich Federn lassen. Nur noch 16,4 Prozent der Wähler würden sich nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey für die SPD entscheiden. Schon vor rund einem Monat lag die Partei unterhalb der 20-Prozent-Marke - immerhin aber noch knapp über 19 Prozent.

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Die Union kann dagegen leicht zulegen. CDU und CSU liegen nun knapp über 33 Prozent, Anfang Januar waren es noch zwei Punkte weniger. Positive Bewegung gibt es bei den Grünen, die sich von 11,1 auf fast 13 Prozent verbessern. Die AfD verliert leicht und liegt nun bei 13,2 - vor einem Monat waren es 14,5 Prozent. Linke und FDP bleiben stabil.

In die Umfrage flossen alle Antworten seit dem Schulz-Beben ein. Der Befragungszeitraum lief von Freitag, 12 Uhr, bis Dienstagmittag, es nahmen knapp 12.000 Befragte teil. Der mögliche Stichprobenfehler beträgt 2,5 Prozentpunkte.

cht