Spürpanzer-Geschäft Prominente Zeugen vor dem Ausschuss

Vor dem Spendenausschuss des Bundestages muss heute unter anderem der frühere Berater von Altkanzler Helmut Kohl, Horst Teltschik aussagen. Es geht um den umstrittenen Verkauf von Spürpanzern an Saudi-Arabien.


Berlin - Vom früheren BMW-Vorstand und Kohl-Berater Horst Teltschik, der nun als Personalberater arbeitet, wollen die Abgeordneten wissen, wie die Verbindungen des Kanzleramts zum ehemaligen Verteidigungsstaatssekretär Holger Pfahls (damals CSU) waren.

Spürpanzer Fuchs
DPA

Spürpanzer Fuchs

Pfahls gilt als Schlüsselfigur bei dem Panzergeschäft. Er soll von dem Waffenhändler Karlheinz Schreiber 3,8 Millionen Mark Schmiergeld erhalten und dafür den Export von 36 Fuchs-Spürpanzern nach Saudi-Arabien gefördert haben. Gegen den seit 18 Monaten abgetauchten Pfahls liegt ein Haftbefehl wegen Bestechlichkeit vor. Unterdessen werfen Presseberichte den deutschen Fahndern schwere Fehler bei der Suche nach dem flüchtigen Pfahls vor.

Vor dem Spendenausschuss sollen außerdem der ehemalige Staatssekretär und CSU-Politiker Erich Riedl und der frühere SPD-Haushaltspolitiker Helmut Wieczorek in den Zeugenstand. Auch sie sollen Kenntnisse über das Spürpanzer-Geschäft mit Saudi-Arabien haben oder darin verwickelt sein.

Der Ausschuss hat auch Max Strauß, den Sohn von Franz Josef Strauß, geladen. Strauß hat allerdings angekündigt, die Aussage zu verweigern, weil gegen ihn ermittelt wird.



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