Staatsbesuch beendet Bush und Merkel voneinander begeistert

Nach 36 Stunden Aufenthalt in Deutschland ist George W. Bush am Vormittag von Rostock aus zum G-8-Gipfel nach St. Petersburg geflogen. Kanzlerin Angela Merkel war vom Besuch des US-Präsidenten begeistert. First Lady Laura Bush gab die Komplimente zurück.


Rostock-Laage - Bush startete am Vormittag mit der Präsidentenmaschine Air Force One nach St. Petersburg. Ein Hubschrauber hatte ihn von seinem Übernachtungsort Heiligendamm dort hingebracht. Er wurde von Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) verabschiedet.

Abflug: George W. und Laura Bush verabschieden sich
DPA

Abflug: George W. und Laura Bush verabschieden sich

Merkel zog derweil ein positives Fazit des zweitägigen Staatsbesuches in Mecklenburg-Vorpommern. Sie hob vor allem die zwischenmenschliche Seite des Besuches hervor. Man habe nicht nur über Iran, den Nahen Osten, Nordkorea und das Verhältnis zu China geredet, "um das gemeinsame Interesse herauszufiltern". Es sei auch darum gegangen, "sich persönlich besser kennen zu lernen: Wo komme ich her, was sind meine Beweggründe?", sagte die Kanzlerin im ARD-"Morgenmagazin". Dies sei "eigentlich der Sinn eines solchen Besuches".

Bei dem Grillfest mit dem US-Präsidenten in dem kleinen Ort Trinwillershagen hätten viele Gäste die Möglichkeit wahrgenommen, über ihre Lebensläufe zu reden, sagte Merkel. Bush habe "viele Fragen gestellt und sich interessiert - und die Leute konnten erzählen". Das sei die Atmosphäre gewesen, die sie habe schaffen wollen, betonte Merkel. "Und ich glaube, das ist auch gelungen", gab sich die CDU-Politikerin zufrieden.

Ebenso positiv äußerte sich auch Bushs Gattin Laura über Merkel. "Ich bewundere sie sehr", sagte die First Lady. Merkel sei "so offen, freimütig, geradeheraus, sie sagt, was sie denkt. Das ist sehr konstruktiv". Es sei großartig, dass Deutschland eine Kanzlerin habe. "Mein Mann und ich mögen sie sehr."

Sie hoffe, dass die Menschen in Deutschland verstünden, dass "Amerika ein Freund der Deutschen ist", sagte Laura Bush. Zugleich hoffe sie, "dass Deutschland auch an der Seite Amerikas bleibt".

als/dpa/ddp



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