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Schutz vor möglichem Krieg Städte- und Gemeindebund fordert Bau neuer Bunker

»Es darf keine Kommune mehr ohne Sirenen geben.« Mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr müsse der Bund in den Schutz der Bevölkerung investieren, so ein Verbandsfunktionär in einem Zeitungsinterview.
Luftschutzbunker in Hamburg

Luftschutzbunker in Hamburg

Foto: Angerer /Hoch Zwei / IMAGO

Der Städte- und Gemeindebund fordert ein Milliardenpaket des Bundes für den Schutz der Bevölkerung vor einem möglichen Krieg.

»Sicherheit ist nicht mehr selbstverständlich«, sagte der neue Hauptgeschäftsführer André Berghegger den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. »Jetzt kommt es nicht nur darauf an, die Bundeswehr verteidigungsfähig zu machen. Es geht ganz allgemein um den Schutz der Bevölkerung vor kriegsbedingten Gefahren.«

Konkret forderte Berghegger mehr Bunker in Deutschland. Von den 2000 öffentlichen Schutzräumen aus dem Kalten Krieg seien nur noch 600 vorhanden, die rund 500.000 Personen aufnehmen könnten. »Es ist dringend notwendig, stillgelegte Bunker wieder in Betrieb zu nehmen«, sagte er. Außerdem müssten neue, moderne Schutzräume gebaut und zusätzliche Sirenen installiert werden. »Es darf keine Kommune mehr ohne Sirenen geben.«

Schülerinnen und Schüler sollten »an Projekttagen oder in Arbeitsgruppen« für die neue Gefahrenlage sensibilisiert werden – und lernen, wie man sich im Verteidigungsfall verhält.

»Es ging uns lange Zeit sehr gut. Das hat uns etwas sorglos gemacht«, so Berghegger. Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit sei eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. »Für den Schutz der Zivilbevölkerung brauchen wir in jedem der nächsten zehn Jahre mindestens eine Milliarde Euro.« Dies sei aber nur ein Anschub, mit dem die Aufgabe noch nicht erledigt sei. Die Mittel sollten aus dem regulären Bundeshaushalt kommen.

vet/Reuters