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04. April 2013, 23:06 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat

Miserable Umfragewerte für Steinbrück

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück fällt in der Gunst der Wähler weiter zurück: Im aktuellen Deutschlandtrend der ARD sind lediglich 32 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden - es ist der schlechteste Wert für den SPD-Politiker seit Mai 2005.

Köln/Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück büßt an Zustimmung ein. Nach einer Erhebung für den neuen ARD-Deutschlandtrend erreicht er die niedrigste Zustimmung seit seinem Wechsel in die Bundespolitik im Mai 2005. Nur noch 32 Prozent der Deutschen sind mit der politischen Arbeit des Sozialdemokraten zufrieden. Das sind vier Punkte weniger im Vergleich zum Vormonat.

Die Arbeit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stößt dagegen bei 68 Prozent Zustimmung, ihr Wert ist im Vergleich zum Vormonat stabil. Damit führt die Regierungschefin weiter die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Schlusslicht ist weiterhin FDP-Chef Philipp Rösler. Der Liberale büßt im Vergleich zum Vormonat fünf Punkte ein und erreicht nur noch auf eine Zustimmung von 18 Prozent.

Bei der Direktwahlfrage ist der Abstand zwischen Merkel und Steinbrück so groß wie noch nie. Wenn die Deutschen ihre Bundeskanzlerin oder ihren Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 60 Prozent für Merkel entscheiden - das sind zwei Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat. Nur 25 Prozent (minus ein Punkt) würden hingegen Steinbrück wählen.

Union gewinnt, SPD verliert

In der sogenannten Sonntagsfrage gewinnt die Union gegenüber der Vorwoche zwei Punkte hinzu, sie liegt bei 41 Prozent. Die SPD verliert einen Punkt und kommt auf 27 Prozent. Die FDP erreicht wie in der Vorwoche vier Prozent. Die Grünen kommen auf 14 Prozent (minus ein Punkt). Die Linke bleibt unverändert bei acht Prozent, die Piraten drei Prozent.

48 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, die kommende Bundesregierung sollte wieder von der Union geführt sein, das ist ein Punkt mehr als im Februar. 37 Prozent finden hingegen, es müsse ein Wechsel kommen, die SPD solle die Regierung führen (minus acht Punkte).

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Der Deutschlandtrend, den das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap für die ARD erhoben hat, beschäftigt sich mit weiteren Themen:

Für den ARD-Deutschlandtrend hat Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen am Dienstag und Mittwoch 1002 Wahlberechtigte, für die Sonntagsfrage 1502 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

heb

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