SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück spendet Honorar der Bochumer Stadtwerke

Peer Steinbrück will das Honorar für seinen Vortrag bei den Bochumer Stadtwerken nun doch spenden. Der designierte SPD-Kanzlerkandidat bat Oberbürgermeisterin Scholz um die Anschriften von drei sozialen Einrichtungen, die die 25.000 Euro anteilig erhalten sollen.

Steinbrück: "Andere Wahrnehmung als bei mir"
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Steinbrück: "Andere Wahrnehmung als bei mir"


Berlin - Peer Steinbrück will im Streit über das Vortragshonorar der Stadtwerke Bochum ein Zeichen für ein "gütliches" Ende setzen. Deshalb wird der designierte Kanzlerkandidat der SPD den Betrag von 25.000 Euro spenden. Eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung wurde SPIEGEL ONLINE aus Parteikreisen bestätigt.

Das Geld soll auf drei soziale Einrichtungen verteilt werden. Steinbrück habe Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz deshalb um die Adressen der Organisationen gebeten. Das Honorar hatte die Debatte um die üppigen Nebeneinkünfte Steinbrücks weiter angeheizt.

Steinbrück erklärte demnach, es sei im Vorfeld der Vereinbarungen für seinen Rednerauftritt in der Reihe "Atriumtalk" vor den Stadtwerken von einer Spende nie die Rede gewesen. Dies sei auch durch die entsprechende Unterlassungserklärung der Stadtwerke so klargestellt worden. Dennoch müsse er anerkennen, dass es in der Auseinandersetzung auch "eine andere Wahrnehmung als bei mir" gegeben habe.

Der SPD-Politiker hat das Vortragshonorar nach Angaben der "Bild"-Zeitung komplett versteuert. Mit der jetzigen Spende zahle er rund 13.000 Euro aus eigener Tasche drauf. Allerdings könnte er die Spende später unter Umständen wiederum steuermindernd geltend machen.

Die Stadtwerke Bochum stellen ihre umstrittene Vortragsreihe "Atriumtalk" ein. Das sagte die Aufsichtsratsvorsitzende, die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD), am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Gremiums. Personelle Veränderungen bei den Stadtwerken seien nicht geplant.

als/dpa/AFP

insgesamt 39 Beiträge
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Kurt Köster 08.11.2012
1. "nun doch" ?
Zitat von sysopGetty ImagesPeer Steinbrück will das Honorar für seinen Vortrag bei den Bochumer Stadtwerken nun doch spenden. Der designierte SPD-Kanzlerkandidat bat Oberbürgermeisterin Scholz um die Anschriften von drei sozialen Einrichtungen, die die 25.000 Euro anteilig erhalten sollen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-spendet-honorar-der-bochumer-stadtwerke-a-866123.html
Es ist nicht ganz richtig, was der SPIEGEL schreibt. Peer will nicht "nun doch" spenden; er wollte das "von Anfang an". Es ist ihm aber etwas dazwischengekommen, was bei einem Mann von seinem Rang und seiner Beanspruchung nur allzu verständlich sein dürfte. Die Spende geht ok. Damit ist das Thema erledigt.
spiegelwelt 08.11.2012
2. Geschmäckle nach Gier bleibt
Wenn er Kanzler werden will, bleibt ihm ja gar nichts anderes übrig, als das Geld zu spenden. Allerdings hätte er das nie getan, wenn nicht darüber berichtet worden wäre. Insofern hat die nachträgliche Spende ein Geschmäckle, das wohl bis zur Wahl bleiben wird.
bürger 29 08.11.2012
3. Da versucht einer
seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. das wird nicht mehr helfen! Aber egal, nach der verlorenen Budestagswahl kanns dann je richtig los gehen mit Kohle scheffeln. Wie soll ein traditioneller aufrichtiger Sozialdemokrat diesen Mann wählen?
prontissimo 08.11.2012
4. Was muss dem Burschen die Klammer gehen.
Zitat von sysopGetty ImagesPeer Steinbrück will das Honorar für seinen Vortrag bei den Bochumer Stadtwerken nun doch spenden. Der designierte SPD-Kanzlerkandidat bat Oberbürgermeisterin Scholz um die Anschriften von drei sozialen Einrichtungen, die die 25.000 Euro anteilig erhalten sollen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-spendet-honorar-der-bochumer-stadtwerke-a-866123.html
Aber verbrannt ist verbrannt. Hatte aber auch einen Vorteil die ganze unappetitliche story: Jetzt kann keiner mehr sagen, er hätte nicht gewußt welche Gestalten sich da in der sPD rumtreiben. sPD - Projekt 2013 18 - x %
prontissimo 08.11.2012
5. Mit Verlaub, Herr Köster:
Zitat von Kurt KösterEs ist nicht ganz richtig, was der SPIEGEL schreibt. Peer will nicht "nun doch" spenden; er wollte das "von Anfang an". Es ist ihm aber etwas dazwischengekommen, was bei einem Mann von seinem Rang und seiner Beanspruchung nur allzu verständlich sein dürfte. Die Spende geht ok. Damit ist das Thema erledigt.
Wann für mich ein Thema erledigt ist bestimme ich, nicht jedoch ein Herr wie-auch-immer.
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