Steuerprozess Staatsanwaltschaft verzichtet auf Revision gegen Strauß-Freispruch

Max Strauß ist frei, der Prozessmarathon gegen den Politikersohn hat endgültig ein Ende: Die Staatsanwaltschaft will den Freispruch vom Vorwurf der Steuerhinterziehung nicht anfechten. Das Urteil wird rechtskräftig.

Augsburg - Die Staatsanwaltschaft Augsburg akzeptiert den Freispruch für Max Strauß im Steuerstrafprozess. Die Anklagebehörde teilte heute mit, sie sei nach eingehender Prüfung der mündlichen Urteilsgründe zu dem Ergebnis gekommen, keine Revision einzulegen. Damit werde das Urteil vom Montag nach Ablauf der einwöchigen Rechtsmittelfrist rechtskräftig.

Nach jahrelangen Ermittlungen war der älteste Sohn des verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß Anfang der Woche in einem dritten Gerichtsverfahren vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen worden. Das Gericht entschied zudem, ihm stehe wegen diverser Durchsuchungsaktionen eine Entschädigung zu, die aber nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht hoch ausfallen wird.

Das Gericht hatte keine Beweise dafür gesehen, dass Strauß von dem Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber Provisionszahlungen für die Anbahnung von Geschäften erhalten und nicht versteuert hätte.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 48-jährigen Strauß ursprünglich vorgeworfen, von Schreiber über ein Tarnkonto mit dem Namen "Maxwell" Provisionsgelder in Höhe von 2,66 Millionen Euro erhalten und den Finanzbehörden verschwiegen zu haben. Auf Grund mangelnder Beweise hatte die Anklage im Laufe des Prozesses aber bereits einige der Vorwürfe fallen lassen und letztendlich eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten gefordert.

phw/AP/ddp

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