Stoiber-Nachfolge Seehofer will CSU-Chef werden

Horst Seehofer hat seinen Anspruch auf den CSU-Vorsitz angemeldet. Er erwarte, dass mit ihm "über den Parteivorsitz gesprochen wird", sagte der Bundeslandwirtschaftsminister nur wenige Minuten nach dem angekündigten Rücktritt von Edmund Stoiber.

Ingolstadt - "Nach allem, was führende Partei- und Regierungsmitglieder zu mir gesagt haben, erwarte ich, dass mit mir über den Parteivorsitz gesprochen wird", sagte Seehofer dem Ingolstädter "Donaukurier".

Zuvor hatte es Berichte gegeben, der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber solle neuer CSU-Vorsitzender werden. Darauf habe sich dieser mit Innenminister Günther Beckstein geeinigt, der wiederum als neuer Ministerpräsident in Bayern vorgesehen sei.

Seehofer hatte nach Presseberichten über sein Privatleben zuvor für zwei Tage alle Termine abgesagt. Heute nahm er aber wieder an der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin teil. Fragen nach den Presseberichten oder den Vorgängen an der CSU-Spitze wies er dabei zurück. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Rücktrittsankündigung Stoibers noch nicht bekannt.

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hen/AP

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